Was Network Marketing wirklich ist
Ohne alte Vorstellungen, ohne komplizierte Definitionen und ohne Methoden, die heute niemand mehr braucht.
Die Lektionen
Hier geht es darum, alte Vorstellungen loszulassen und zu verstehen, wie Empfehlungsbusiness heute wirklich funktioniert.
Network Marketing ohne alte Vorstellungen
Wenn ja, sind Sie damit nicht allein. Ich habe diesen Satz auch schon oft gehört. Die meisten Menschen haben irgendeine Vorstellung von Network Marketing im Kopf, die mit dem, was wir hier machen, ziemlich wenig zu tun hat.
Deshalb möchte ich das zuerst einmal ganz einfach erklären, ohne Definitionen aus einem Lehrbuch.
Network Marketing ist im Grunde nur eine Möglichkeit für ein Unternehmen, seine Produkte zu den Menschen zu bringen.
Statt Millionen für Fernsehwerbung oder Plakatkampagnen auszugeben, vergütet das Unternehmen Menschen, die die Produkte selbst nutzen und weiterempfehlen. Entscheidet sich jemand über Ihre Empfehlung zu kaufen, erhalten Sie dafür eine Provision.
Mehr steckt zunächst gar nicht dahinter. Sie probieren etwas aus, es gefällt Ihnen und Sie erzählen davon. Kauft jemand über Sie, werden Sie dafür vergütet. Kauft er nicht, passiert auch nichts.
Im Geschäft kaufen Sie ein Produkt und gehen wieder nach Hause. Hier gibt es zusätzlich einen Menschen, den man fragen kann, wenn etwas unklar ist oder man Orientierung braucht.
Und genau dieser Mensch können Sie sein.
Sie haben dabei keine feste Arbeitszeit und niemand sitzt Ihnen im Nacken. Niemand sagt Ihnen, dass Sie diesen Monat unbedingt einen bestimmten Umsatz erreichen müssen. Wie viel Sie daraus machen möchten, entscheiden Sie selbst.
Und noch etwas ist wichtig: Sie müssen dafür nicht plötzlich zum klassischen Verkäufer werden. Sie stehen an keinem Verkaufsstand und sprechen keine fremden Menschen auf der Straße an.
Manchmal gefällt mir deshalb selbst der Begriff „Network Marketing“ nicht besonders. Er klingt viel komplizierter, als das Ganze sein muss.
Wenn Sie etwas empfehlen können, erzählen Sie davon. Wenn jemand eine Frage hat, helfen Sie weiter. Und wenn daraus irgendwann ein Business entsteht, wunderbar. Wenn Sie am Ende einfach nur zufriedener Kunde bleiben möchten, ist das genauso in Ordnung.
Wir sprechen mit Menschen ganz normal. So, wie Sie auch sonst mit Menschen sprechen.
Denken Sie an eine ganz normale Empfehlung
Wann haben Sie zuletzt einem Freund einen Film, ein Restaurant oder einen Friseur empfohlen? Wahrscheinlich nicht, weil Sie dafür bezahlt wurden, sondern weil Sie zufrieden waren. Genau dieses Prinzip kennen Sie längst.
In der nächsten Lektion schauen wir uns an, warum so viele Menschen bei Network Marketing zuerst skeptisch reagieren und warum Sie diese Reaktion nicht persönlich nehmen müssen.
Warum so viele Menschen Vorbehalte haben
Dafür gibt es meistens einen Grund. Vielleicht hat ihn irgendwann jemand um neun Uhr abends angerufen, um ihm „eine tolle Möglichkeit“ zu zeigen. Vielleicht kamen fünf Nachrichten mit Links, obwohl vorher nicht einmal gefragt wurde, wie es ihm geht. Oder aus einem angekündigten Kaffee wurde plötzlich eine eineinhalbstündige Präsentation.
Die meisten Menschen stört nicht die Empfehlung selbst. Sie stört das Gefühl, für jemanden nur ein Name auf einer Liste zu sein.
Solche Erfahrungen haben sich über Jahre angesammelt. Dazu kamen große Versprechen und die berühmten Sätze wie „Wenn du jetzt nicht einsteigst, verpasst du deine Chance“.
Kein Wunder also, dass manche Menschen sofort auf Abstand gehen.
Sagt jemand zu Ihnen: „Ach, lass mich mit so etwas in Ruhe“, muss das überhaupt nichts mit Ihnen persönlich zu tun haben.
Vielleicht erinnert ihn das Thema einfach an eine unangenehme Erfahrung von früher.
Unsere Aufgabe ist dann nicht, einen Streit darüber anzufangen, ob Network Marketing gut oder schlecht ist. Viel überzeugender ist ein anderes Verhalten.
Wir sprechen normal, schicken nicht ungefragt irgendwelche Links und respektieren ein Nein.
Mit der Zeit merken Menschen sehr genau, ob jemand sie unbedingt irgendwo hineinziehen möchte oder einfach da ist, wenn eine Frage entsteht.
Und wenn jemand trotzdem nichts damit zu tun haben möchte, ist auch das völlig in Ordnung. Sie müssen nicht jeden überzeugen. Sie können für diejenigen da sein, die tatsächlich Interesse haben.
Erinnern Sie sich an Ihre eigene Skepsis
Denken Sie an etwas, bei dem Sie selbst wegen einer schlechten Erfahrung vorsichtig geworden sind. Genau so entstehen auch bei anderen Menschen Vorbehalte.
In der nächsten Lektion geht es um die Grenze zwischen einer normalen Empfehlung, einem Verkauf und dem Moment, in dem es für den anderen unangenehm wird.
Empfehlen, verkaufen oder aufdrängen?
Empfehlung
Jemand fragt Sie, was Sie selbst für ein bestimmtes Thema nutzen, und Sie erzählen davon. Oder Sie kennen eine ähnliche Situation aus eigener Erfahrung und teilen, was Ihnen geholfen hat. Die Information kommt von Ihnen, die Entscheidung bleibt beim anderen.
Verkauf
Der andere hat bereits Interesse und möchte wissen, welches Produkt passt, was es kostet oder wie bestellt wird. Sie helfen ihm durch den Prozess. Das ist ein ganz normaler Verkauf, weil der Wunsch bereits da ist.
Aufdrängen
Sie schicken ungefragt Links, melden sich immer wieder nach einem Nein oder versuchen ein Problem anzusprechen, das die Person selbst überhaupt nicht genannt hat.
In den ersten beiden Fällen entscheidet der andere, wohin das Gespräch geht. Beim Aufdrängen versuchen Sie, das Gespräch zu schieben.
Und noch etwas: Sie können bei einem Menschen kein Bedürfnis erschaffen, das er selbst nicht hat. Sie können nur da sein, wenn er irgendwann nach einer Lösung sucht.
Deshalb informieren wir, erzählen von Erfahrungen und zeigen Möglichkeiten. Die Entscheidung bleibt beim anderen.
Wenn die Antwort Nein lautet, wissen Sie bereits, dass Sie besser einen Gang zurückschalten sollten.
Auch die eigene Reaktion auf ein Nein verrät viel. Wenn Sie sich ärgern, weil jemand nicht kaufen möchte, waren Sie wahrscheinlich schon stärker auf das Ergebnis fixiert als auf das Gespräch.
Kein Verkauf ist es wert, dafür Vertrauen oder eine Freundschaft zu beschädigen.
Denken Sie an eine gute Kauferfahrung
Erinnern Sie sich an einen Kauf, bei dem Ihnen jemand etwas ruhig empfohlen hat und Sie sich trotzdem völlig frei in Ihrer Entscheidung gefühlt haben. Was war an seiner Art angenehm?
Im nächsten Teil schauen wir uns an, wie Menschen heute überhaupt Entscheidungen treffen und warum das unsere Arbeit verändert.
Wie Menschen heute Entscheidungen treffen
Früher sah jemand eine Werbung im Fernsehen und ging anschließend ins Geschäft. Oder ein Bekannter rief an und sagte: „Ich habe da etwas für dich“, und man ließ es sich eben zeigen.
Heute landet die Hand meistens zuerst beim Smartphone. Menschen googeln, schauen auf Instagram, lesen Kommentare, vergleichen Produkte und fragen in Gruppen nach Erfahrungen.
Ein Thema oder ein Problem taucht auf.
Die Person sucht selbst nach Informationen und Erfahrungen.
Sie schaut, wem sie vertraut und welche Lösung für sie plausibel klingt.
Erst dann fällt die Entscheidung.
Wer beispielsweise nachts nicht gut schläft, wartet nicht darauf, dass zufällig jemand mit einer Lösung anruft. Wahrscheinlich hat diese Person selbst längst recherchiert.
Jemand sieht durch eine Freundin eine Ihrer Storys. Einige Tage später besucht er Ihr Profil und schaut sich an, was Sie dort teilen.
Vielleicht passiert zunächst gar nichts. Eine Woche später erinnert sich die Person aber daran, dass Sie einmal etwas zum Thema Schlaf erwähnt haben, und schreibt Ihnen.
Sie haben niemandem hinterhertelefoniert und niemanden überredet. Sie waren einfach sichtbar, als das Thema für diesen Menschen relevant wurde.
Ihre Aufgabe ist nicht, die Entscheidung für jemanden zu treffen. Ihre Aufgabe ist, auffindbar, verständlich und glaubwürdig zu sein.
Wie kaufen Sie selbst?
Denken Sie an Ihren letzten Onlinekauf. Haben Sie Bewertungen gelesen, Preise verglichen oder jemanden gefragt? Genau so verhalten sich auch die Menschen, mit denen Sie arbeiten.
In der nächsten Lektion geht es darum, warum Vertrauen auf Dauer wesentlich mehr wert ist als eine möglichst schnelle Anmeldung.
Warum Vertrauen wichtiger ist als eine schnelle Anmeldung
Das wirkt zunächst logisch. Die Person interessiert sich gerade dafür, also warum warten?
Weil eine schnelle Anmeldung manchmal genau das zerstört, was später viel wichtiger wäre: Vertrauen.
Eine Freundin sagt: „Das klingt interessant, ich möchte noch darüber nachdenken.“
Sie denken: Wenn ich jetzt nichts mache, springt sie bestimmt ab. Also kommt gleich der Link und vielleicht noch ein „Warum warten? Du kannst doch einfach anfangen.“
Sie meldet sich möglicherweise sogar an. Aber eigentlich nur, damit das Thema endlich erledigt ist.
Was haben Sie dann gewonnen? Eine Anmeldung. Und möglicherweise einen Menschen verloren, der sich anschließend nicht mehr gern bei Ihnen meldet.
Die gleiche Freundin sagt: „Ich möchte noch darüber nachdenken.“
Diesmal antworten Sie einfach: „Klar. Wenn du Fragen hast, meld dich.“
Zwei Wochen später schreibt sie vielleicht von selbst: „Ich habe mich entschieden. Wie bestelle ich?“
Welche dieser beiden Situationen möchten Sie lieber?
Vertrauen funktioniert ein bisschen wie ein Konto. Mit jedem guten Gespräch zahlen Sie etwas ein. Mit jedem unangenehmen Drängen nehmen Sie etwas heraus.
Eine schnelle Anmeldung fühlt sich im ersten Moment vielleicht gut an. Viel wertvoller sind aber Menschen, die wiederkommen, Fragen stellen, erneut bestellen oder Sie später weiterempfehlen.
Erinnern Sie sich an das Gefühl
Denken Sie an eine Situation, in der jemand Sie selbst zum Kauf gedrängt hat. Genau dieses Gefühl möchten Sie bei anderen Menschen nicht erzeugen.
Im nächsten Teil wird es wieder ganz praktisch. Wir schauen uns an, was ein Partner im normalen Alltag tatsächlich macht.
Was ein Partner im Alltag wirklich macht
Die eigenen Produkte nutzen. Nicht für ein Foto, sondern weil man sie selbst gewählt hat und kennenlernen möchte.
Das normale Leben weiterleben. Arbeit, Familie, Einkaufen, Freunde. Das Business ist ein Teil des Tages und nicht der ganze Tag.
Erfahrungen teilen, wenn es passt. Ergibt sich ein Gespräch, erzählen Sie davon. Ergibt es sich nicht, wird auch nichts daraus gemacht.
Fragen beantworten. Nicht mit einem kopierten Standardtext, sondern wie in jedem anderen Gespräch auch.
Weiterlernen. Eine Lektion ansehen, etwas zu einem Produkt lesen oder eine neue Information mitnehmen. Niemand muss über Nacht Experte werden.
Auf Social Media sichtbar bleiben. Nicht fünf Beiträge täglich. Es reicht, regelmäßig etwas Echtes aus dem eigenen Alltag zu zeigen.
Dem eigenen Team helfen. Wenn ein neuer Partner eine Frage hat, helfen Sie weiter oder zeigen ihm, wo er die Antwort findet.
Was ein Partner nicht macht: fremde Menschen zuspammen, unrealistische Versprechen machen, Ergebnisse erfinden oder den ganzen Tag im Handy nach neuen Kontakten suchen.
Im Grunde ist ein Partner ein Mensch, der sein Leben lebt, seine Produkte kennt und bereit ist zu helfen, wenn jemand auf ihn zukommt.
Dafür braucht man keine acht Stunden am Tag. Manchmal sind es zwanzig Minuten, manchmal eine Stunde. Wie viel Platz dieses Business in Ihrem Alltag bekommt, entscheiden Sie selbst.
Was machen Sie bereits?
Wählen Sie aus den Punkten oben einen aus, der heute schon ganz selbstverständlich zu Ihrem Alltag gehört. Wahrscheinlich machen Sie bereits mehr richtig, als Sie denken.
In der letzten Lektion dieses Moduls geht es darum, wie ein Business entsteht, das nicht nur für ein paar Wochen funktioniert.
Was langfristiges Business bedeutet
Fünf schnelle Anmeldungen bringen wenig, wenn einen Monat später niemand mehr bestellt und niemand mehr antwortet.
Viel interessanter ist das, was manchmal erst später sichtbar wird.
Sie sprechen heute mit einer Frau. Sie kauft nichts, aber das Gespräch war angenehm und hilfreich.
Sechs Monate später erinnert sie sich an Sie und meldet sich. Sie wird Kundin und empfiehlt Sie irgendwann ihrer Schwester. Die Schwester interessiert sich später vielleicht sogar für das Business.
Aus einem einzigen Gespräch kann also viel entstehen. Nur eben nicht unbedingt sofort.
Langfristig bedeutet auch, dass Sie keine Wunder versprechen. Menschen dürfen wissen, dass Ergebnisse Zeit brauchen und dass nicht jeder gleich schnell vorankommt.
Es bedeutet außerdem, bewusst mit den Menschen zu arbeiten, die wirklich zu Ihnen passen. Sie müssen nicht jeden Kunden zum Partner machen und auch nicht jeden Interessenten unbedingt im Team haben.
Stabilität entsteht durch Menschen, die bleiben, erneut bestellen, weiterlernen und Vertrauen behalten.
Und genau deshalb lohnt es sich, auch dann korrekt zu handeln, wenn niemand zuschaut. Keine erfundenen Ergebnisse, keine übertriebenen Versprechen und kein Überreden zu einer Bestellung.
Natürlich ist es manchmal verlockend, den Weg abzukürzen. Etwas stärker zu formulieren oder jemanden doch noch schnell zur Anmeldung zu bringen. Langfristig zahlen wir für solche Abkürzungen meistens später.
Geben Sie sich also Zeit. Es wird Phasen geben, in denen Sie sich fragen, ob überhaupt etwas passiert. Erst später sehen Sie oft, welche Gespräche, Kontakte und kleinen Schritte tatsächlich etwas in Bewegung gebracht haben.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer kurzen Aktion und etwas, das über Jahre Bestand haben kann.
Denken Sie an etwas, das Zeit gebraucht hat
Vielleicht war es eine Freundschaft, eine Fähigkeit oder eine Beziehung. Erinnern Sie sich daran, was dadurch entstanden ist, dass Sie nicht versucht haben, alles sofort zu erzwingen.
Modul 2 ist geschafft.
Sie wissen jetzt, was Network Marketing im Kern bedeutet, warum manche Menschen skeptisch reagieren, wie Entscheidungen heute entstehen und warum Vertrauen für ein langfristiges Business wichtiger ist als schnelle Ergebnisse.
In Modul 3 geht es um Ihre persönliche Basis und darum, wie Sie nach außen auftreten, sprechen und von anderen Menschen wahrgenommen werden.
