Duplikation und Team
Wie aus einzelnen Partnern ein Team entsteht, in dem Wissen, Gewohnheiten und Verantwortung von Mensch zu Mensch weitergegeben werden.
Die Lektionen
Duplikation bedeutet nicht, dass alle gleich arbeiten müssen. In diesem Modul geht es darum, was sich in einem Team wirklich weitergeben lässt und warum das eigene Beispiel dabei eine so große Rolle spielt.
Duplikation beginnt bei Ihnen selbst
Eine genaue Formel, die man nur befolgen muss und schon beginnt das Team automatisch zu wachsen. Nach vielen Jahren in diesem Business sehe ich das anders.
Duplikation beginnt nicht mit einem System. Sie beginnt mit dem Menschen.
Jeder neue Partner beobachtet sehr genau, wie Sie arbeiten. Nicht, weil er Sie kopieren möchte, sondern weil ihm die eigene Erfahrung noch fehlt. Während er seinen eigenen Arbeitsstil entwickelt, wird er ganz selbstverständlich einiges von Ihnen übernehmen.
Er erlebt, wie Sie mit Menschen sprechen, wie Sie reagieren, wenn etwas nicht funktioniert, und wie Sie mit Ihrem Team umgehen.
Deshalb sage ich manchmal: Menschen tun nicht unbedingt das, was wir ihnen erklären. Viel häufiger tun sie das, was sie bei uns sehen.
Wenn Sie ständig davon sprechen, wie wichtig der Kontakt zu den eigenen Partnern ist, selbst aber kaum jemanden anrufen, wird Ihr Team eher Ihrem Verhalten folgen als Ihren Worten.
Dasselbe gilt für Weiterbildung. Wenn Sie erklären, wie wichtig sie ist, selbst aber kaum Zeit dafür investieren, fällt auch das auf.
Niemand erwartet, dass Sie alles perfekt machen. Das ist auch gar nicht nötig. Menschen können mit jemandem, der Fehler macht und trotzdem weiterlernt, meistens viel mehr anfangen als mit jemandem, der versucht, immer fehlerlos zu wirken.
Eine andere Vorstellung kann Duplikation ebenfalls unnötig schwer machen: die Idee, dass alle auf dieselbe Weise arbeiten müssten.
Früher dachte ich selbst so. Wenn jemand etwas anders machte als ich, fragte ich mich sofort, ob das wohl gutgehen würde. Irgendwann wurde mir klar, dass Menschen nun einmal unterschiedlich sind. Und zum Glück ist das so.
Unterschiedliche Menschen
Einer ist sehr kommunikativ, ein anderer hört lieber zu. Beides kann eine Stärke sein.
Unterschiedliche Wege
Manche machen gern Videos, andere schreiben oder führen lieber persönliche Gespräche.
Gemeinsame Grundlagen
Nicht der persönliche Stil muss gleich sein. Die wichtigen Prinzipien sollten verstanden werden.
All diese Menschen können erfolgreich arbeiten.
Duplikation bedeutet nicht, aus anderen Menschen Kopien von sich selbst zu machen. Es bedeutet, dass die grundlegenden Prinzipien verstanden werden und jeder anschließend seinen eigenen Weg findet, sie umzusetzen.
Wenn wir versuchen, alle in dieselbe Form zu bringen, beginnen sie schnell, sich ständig mit uns zu vergleichen. Geben wir ihnen dagegen Raum für ihren eigenen Stil, fühlt sich die Arbeit viel natürlicher an.
Je früher man das versteht, desto leichter wird der Aufbau eines Teams. Nicht alle müssen denselben Weg gehen. Entscheidend ist, dass die Richtung stimmt.
Was sehen andere bei Ihnen?
Überlegen Sie, welche drei Dinge Ihre Partner in Ihrer täglichen Arbeit am häufigsten beobachten. Stellen Sie sich danach eine einfache Frage: Würde es ihrer Entwicklung helfen, wenn sie genau das ebenfalls tun würden?
Falls Sie bei einem Punkt mit Nein antworten, überlegen Sie, was Sie zuerst an Ihren eigenen Gewohnheiten verändern möchten.
Das Wort Duplikation wird im Network Marketing ständig verwendet. In der nächsten Lektion schauen wir uns ganz konkret an, was dahintersteckt, ohne komplizierte Modelle und Fachbegriffe.
Was Duplikation wirklich bedeutet
Einer spricht vom Teamaufbau, ein anderer von einem System und der Nächste davon, dass alle dieselben Dinge tun sollen. An allem ist etwas dran. Wer gerade erst anfängt, versteht danach aber wahrscheinlich trotzdem nicht viel mehr.
Mir ging es lange genauso. Ich hörte das Wort ständig, stellte mir darunter aber etwas ziemlich Kompliziertes vor, das erst wichtig wird, wenn man bereits ein großes Team hat.
Mit der Zeit habe ich verstanden, dass Duplikation viel früher beginnt. Eigentlich schon beim ersten Menschen, mit dem man zusammenarbeitet.
Sie haben für sich einen ruhigen und übersichtlichen Weg gefunden zu arbeiten. Lernen Sie jemanden kennen, überschütten Sie ihn nicht sofort mit Informationen. Sie reden zuerst miteinander und versuchen herauszufinden, was ihn überhaupt interessiert.
Später kommt ein Partner dazu und erlebt genau diese Art zu arbeiten. Irgendwann beginnt er, ähnlich mit seinen eigenen Kontakten umzugehen. Nicht, weil Sie ihm einen fertigen Text gegeben haben, sondern weil er gesehen hat, wie es funktionieren kann und daraus seinen eigenen Weg entwickelt.
Genau das ist Duplikation.
Sie bedeutet nicht, dass andere Menschen zu Ihrer Kopie werden. Jeder hat einen anderen Charakter, kommuniziert anders und bringt seine eigene Lebenserfahrung mit.
Was sich wiederholen lässt, sind nicht die Worte, sondern die Prinzipien. Wie wir Menschen behandeln, wie ein neuer Partner aufgenommen wird, ob wir Zusagen einhalten und ob wir zuerst zuhören, bevor wir selbst reden.
Solche Dinge wandern mit der Zeit von Mensch zu Mensch und prägen irgendwann die Kultur eines ganzen Teams.
Stellen Sie sich ein Familienrezept vor, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Jeder bereitet es ein wenig anders zu. Einer nimmt mehr Gewürze, ein anderer lässt es länger im Ofen und der Nächste verändert eine Kleinigkeit.
Trotzdem erkennt man beim Essen sofort, woher das Rezept kommt. Die Grundlage ist geblieben.
Bei Duplikation ist es ähnlich. Die Basis wird weitergegeben, aber jeder Mensch bringt etwas Eigenes mit.
Wenn wir versuchen, alle gleich zu machen, nehmen wir ihnen mit der Zeit die Sicherheit. Sie vergleichen sich ständig und haben das Gefühl, nie gut genug zu sein. Kennen sie dagegen die Grundlagen und dürfen selbst herausfinden, wie sie damit arbeiten, können sie sich wirklich entwickeln.
Das geschieht nicht an einem einzigen Tag und auch nicht nach einem Training. Es entwickelt sich nach und nach.
Irgendwann merkt man, dass nicht mehr alles an einer einzigen Person hängt. Dann entsteht aus einzelnen Partnern langsam ein Team, das selbstständig weiterwachsen kann.
Was haben Sie selbst von anderen übernommen?
Denken Sie an einen Menschen, von dem Sie im Leben oder bei der Arbeit etwas Wichtiges gelernt haben. Was ist davon geblieben? Bestimmte Sätze oder eher die Art, wie dieser Mensch mit anderen und mit schwierigen Situationen umgeht?
Schreiben Sie anschließend drei Prinzipien auf, die Ihre eigenen Partner eines Tages ebenfalls weitergeben sollen.
Jetzt wissen wir, was mit Duplikation gemeint ist. In der nächsten Lektion schauen wir uns an, wie sie in der täglichen Arbeit ganz praktisch von einem Menschen zum nächsten weitergeht.
Duplikation in der täglichen Arbeit
Stellen Sie sich vor, Ihr erster Partner registriert sich. Sie erzählen ihm nicht sofort alles, was Sie in den letzten Monaten oder Jahren gelernt haben. Sie helfen ihm zunächst, sich zurechtzufinden.
Sie zeigen ihm, wo er Informationen findet, wie das System funktioniert und wie er seine ersten Gespräche führen kann. Wenn er Hilfe braucht, sind Sie da. Die Arbeit übernehmen Sie aber nicht für ihn.
Nach einiger Zeit kommt er immer besser allein zurecht. Irgendwann registriert sich sein erster Partner.
Wenn der bisherige Weg sinnvoll aufgebaut war, müssen Sie jetzt nicht wieder ganz von vorne anfangen. Ihr Partner kennt den Ablauf bereits, weil er ihn selbst erlebt hat.
An diesem Punkt wird Duplikation sichtbar. Ein Mensch kann das, was ihm selbst geholfen hat, an den nächsten weitergeben.
Dafür muss niemand ein Handbuch auswendig lernen. Viel wichtiger ist, dass der Ablauf verständlich und im Alltag machbar bleibt.
Oft stellen wir uns Duplikation viel größer vor, als sie tatsächlich ist. In Wirklichkeit besteht sie aus kleinen Dingen, die sich immer wiederholen: einem Gespräch, einem Treffen, einer Hilfe im richtigen Moment oder einem Training.
Danach passiert Ähnliches beim nächsten Menschen.
Sie beginnen bei sich selbst
Sie entwickeln Ihre eigenen Gewohnheiten und finden einen Arbeitsstil, der für Sie funktioniert.
Sie begleiten Ihren ersten Partner
Sie helfen ihm, dieselben grundlegenden Gewohnheiten zu entwickeln, aber auf eine Weise, die zu ihm passt.
Er begleitet seinen ersten Partner
Sie bleiben als Unterstützung im Hintergrund, übernehmen den Prozess aber nicht wieder selbst.
Der Ablauf setzt sich fort
Mit jedem neuen Menschen wird das Gelernte weitergegeben und gleichzeitig an die eigene Persönlichkeit angepasst.
Das klingt ziemlich unspektakulär. Genau darin liegt aber seine Stärke.
Je komplizierter ein Ablauf wird, desto schwerer kann ihn jemand anderes übernehmen. Ist er dagegen klar und nachvollziehbar, wird er für neue Partner schnell zu einem normalen Teil ihrer Arbeit.
Natürlich läuft dabei nicht alles fehlerfrei. Jeder wird Gespräche haben, die nicht besonders gut funktionieren. Jeder wird einmal unsicher sein oder etwas vergessen.
Das stört die Duplikation nicht. Schwieriger wird es erst, wenn Menschen glauben, sie müssten zuerst alles können, bevor sie einem anderen helfen dürfen.
Wenn jeder mit der Zeit seinen Teil der Verantwortung übernimmt, beginnt das Team zu wachsen, ohne dass eine einzige Person ständig für alle arbeiten muss.
Für mich ist das eine der schönsten Seiten der Duplikation. Irgendwann entstehen keine Partner mehr, die dauerhaft von Ihnen abhängig sind, sondern Menschen, die selbst den nächsten begleiten können.
Vier Kreise
Zeichnen Sie vier Kreise untereinander. In den ersten schreiben Sie Ihren Namen, in den zweiten den Namen Ihres ersten Partners oder eines Menschen, mit dem Sie gern beginnen würden. Der dritte Kreis steht für dessen ersten Partner und der vierte für den nächsten Menschen.
Fragen Sie sich anschließend: Welche drei Dinge sollen bis zum vierten Kreis angekommen sein?
Wenn Ihnen dabei einfache Gewohnheiten und ein guter Umgang mit Menschen einfallen, denken Sie bereits in Richtung Duplikation.
In der letzten Lektion wird es sehr konkret. Wir schauen uns die Gewohnheiten an, die ich persönlich gern von Mensch zu Mensch weitergegeben sehe und die aus Duplikation einen verlässlichen Arbeitsalltag machen.
Was soll sich in meinem Team duplizieren?
Menschen sind verschieden. Einer redet gern, ein anderer hört lieber zu. Einer steht problemlos vor der Kamera, der nächste fühlt sich im persönlichen Gespräch viel wohler.
Versuchen wir, daraus identische Menschen zu machen, geht genau das verloren, was sie glaubwürdig macht.
Trotzdem gibt es Dinge, die ich in meinem Team sehr gern immer wieder sehen möchte.
Nicht dieselben Worte. Nicht denselben Charakter. Nicht denselben Arbeitsstil. Was sich wiederholen darf, sind gute Gewohnheiten.
Gewohnheiten zeigen sich nicht nur an Tagen, an denen wir besonders motiviert sind. Sie bestimmen, was wir auch dann tun, wenn der Alltag voll ist oder gerade niemand zuschaut.
Genau deshalb haben sie für den Aufbau eines langfristigen Business so viel Bedeutung.
Aktiver Status
Ich habe Aktivität nie nur als Vorgabe des Unternehmens betrachtet. Für mich zeigt sie auch, wie jemand mit seinem eigenen Business umgeht. Wer etwas langfristig aufbauen möchte, sollte seine Aktivität nicht jeden Monat neu infrage stellen müssen.
Influencer Bonus
Für mich ist er weniger ein Bonus als ein Orientierungspunkt. Wird er regelmäßig erreicht, zeigt das häufig, dass jemand mit Kunden arbeitet, Gespräche führt und seine Organisation weiterentwickelt. Natürlich gibt es Monate, in denen es nicht klappt. Das gehört dazu.
Die Produkte selbst nutzen
Wer Produkte selbst verwendet, spricht anders darüber. Man muss keinen Katalog aufsagen und keine gelernten Sätze wiederholen. Eigene Erfahrungen klingen nun einmal anders und genau das merken Menschen.
Präsent bleiben
Niemand muss zehnmal am Tag posten oder ständig über das Business sprechen. Wichtig ist, nicht für zwei Monate zu verschwinden und nur bei der nächsten Aktion wieder aufzutauchen. Vertrauen entsteht auch dadurch, dass Menschen erleben, dass man verlässlich da ist.
Weiterlernen
Ich lerne bis heute weiter, nehme an Zoom Meetings teil, lese und höre Menschen zu, die in bestimmten Bereichen mehr Erfahrung haben als ich. Wenn das Team sieht, dass Lernen für mich selbst normal ist, muss ich niemandem erklären, warum Weiterbildung wichtig ist.
Neue Kontakte
Unser Business lebt von Menschen. Wenn keine neuen Kontakte mehr entstehen, arbeiten wir irgendwann nur noch mit dem bestehenden Umfeld. Nicht jeder neue Kontakt wird Kunde oder Partner. Darum geht es auch nicht. Neue Begegnungen halten Möglichkeiten offen.
Gespräche wieder aufnehmen
Wie oft denkt man: „Ich schreibe in ein paar Tagen noch einmal“, und dann ist plötzlich eine Woche vorbei? Nachzufragen bedeutet nicht, jemanden zu bedrängen. Ein kurzes, freundliches Melden kann völlig ausreichen, solange die Entscheidung des anderen respektiert wird.
Für die eigenen Partner da sein
Damit meine ich nicht, rund um die Uhr erreichbar zu sein oder alle Probleme zu lösen. Ein Partner sollte aber wissen, dass er nicht tagelang auf eine Antwort warten muss, wenn er wirklich Hilfe braucht.
Und dann gibt es noch etwas, das all diese Gewohnheiten miteinander verbindet.
Dem eigenen Team zu sagen, was es tun sollte, ist leicht. Schwieriger ist es, diese Dinge selbst regelmäßig zu leben.
Menschen beobachten, ob wir die Produkte verwenden, unsere Aktivität halten, uns um den Influencer Bonus bemühen, weiterlernen, bei Treffen dabei sind, unsere Partner unterstützen und unser eigenes Business nicht aus den Augen verlieren.
Wenn sie das immer wieder sehen, wird es irgendwann nicht mehr als besondere Leistung wahrgenommen. Es wird einfach zu einer normalen Art zu arbeiten.
Und genau dort beginnt echte Duplikation. Nicht weil jemand jedes Wort behalten hat, sondern weil er erlebt hat, wie Sie Ihr Business führen und daraus seinen eigenen Weg entwickelt.
Ein ehrlicher Blick auf die eigenen Gewohnheiten
Welche der Gewohnheiten aus dieser Lektion gehören bereits selbstverständlich zu Ihrem Alltag und welche hängen noch davon ab, ob gerade Zeit oder Lust vorhanden ist?
Wählen Sie nur eine Gewohnheit aus, auf die Sie sich in den nächsten dreißig Tagen konzentrieren möchten. Sie müssen nicht alles gleichzeitig verändern. Eine kleine Veränderung, die wirklich bleibt, bringt langfristig mehr als zehn gute Vorsätze für eine Woche.
Jede Gewohnheit, jede Haltung und jede Handlung, die Sie heute wiederholen, kann irgendwann Menschen erreichen, denen Sie selbst vielleicht nie persönlich begegnen.
Genau so funktioniert Duplikation: durch Verlässlichkeit, Vertrauen und das eigene Beispiel.
Und wenn Menschen nicht nur hören, was Sie sagen, sondern anfangen, etwas von Ihrer Art zu arbeiten weiterzutragen, verändert sich auch Ihre eigene Rolle im Team.
Nicht als Manager, der anderen sagt, was sie zu tun haben, sondern als jemand, der anderen hilft, selbst zu wachsen.
Modul 9 ist geschafft.
Sie haben gesehen, dass Duplikation keine starre Methode ist. Sie entsteht, wenn gute Prinzipien und Gewohnheiten so selbstverständlich werden, dass andere sie übernehmen und auf ihre eigene Art weitergeben können.
Im nächsten Modul geht es um Leadership. Nicht um jemanden, der kommandiert, sondern um Menschen, die Vertrauen schaffen, Orientierung geben und anderen helfen, selbst stärker zu werden.
