Persönliche Basis und Positionierung
Wie andere Sie wahrnehmen, was Ihr Profil über Sie erzählt und wie Sie sichtbar werden, ohne sich zu verstellen.
Die Lektionen
Bevor Sie über Produkte oder Business sprechen, lohnt sich ein Blick auf etwas anderes: Wie wirken Sie selbst auf Menschen, die Sie noch nicht gut kennen?
Wie Menschen Sie online wahrnehmen
Genau das passiert nämlich ständig. Nach einem Gespräch schauen Menschen heute oft kurz ins Profil. Nicht aus Misstrauen, sondern weil wir uns inzwischen ganz selbstverständlich auf diese Weise ein erstes Bild machen.
Sie können nicht kontrollieren, was andere über Sie denken. Aber Sie können beeinflussen, was sie von Ihnen zu sehen bekommen.
Ich öffne Ihr Profil und sehe Fotos mit den Kindern, ein Kaffee Meme und ein Rezept, das Sie vor zwei Monaten geteilt haben. Und plötzlich steht dort: „Werden Sie Partner bei Vital Health und verändern Sie Ihr Leben!“
Mein erster Gedanke wäre wahrscheinlich: „Moment mal. Was ist denn hier plötzlich passiert?“
Das Problem ist dabei nicht das Business. Es fehlt nur die Verbindung zwischen dem Menschen, den man bisher kannte, und dem neuen Thema.
Wenn jemand gestern noch ganz normal aus seinem Alltag erzählt hat und heute plötzlich klingt wie ein Motivationsredner auf einer Bühne, wirkt das schnell fremd.
Deshalb beginnt Ihre Arbeit nicht mit dem ersten Business Post. Sie beginnt damit, das eigene Profil einmal von außen anzusehen.
Passt Ihr Profilbild noch zu Ihnen? Erzählt Ihre Bio überhaupt etwas über Sie? Und welches Bild vermitteln die letzten Beiträge?
Das Profil muss nicht perfekt aussehen. Es sollte einfach zusammenpassen und erkennen lassen, wer Sie tatsächlich sind.
Menschen möchten zuerst den Menschen kennenlernen. Produkte und Business können danach ganz selbstverständlich Teil dieses Bildes werden.
Betrachten Sie Ihr Profil wie ein Fremder
Öffnen Sie Ihr Profil möglichst von einem anderen Gerät oder bitten Sie jemanden, es Ihnen zu zeigen. Schauen Sie ungefähr 30 Sekunden darauf und schreiben Sie anschließend drei Begriffe auf, die Ihnen spontan zu dieser Person einfallen. Genau diesen ersten Eindruck vermittelt Ihr Profil im Moment.
In der nächsten Lektion schauen wir uns die Dinge an, die beim ersten Besuch Ihres Profils besonders schnell wahrgenommen werden.
Ihr Profil als erster Eindruck
Das Profilbild
Ihr Gesicht sollte gut zu erkennen sein. Dafür brauchen Sie kein professionelles Fotoshooting. Ein helles, aktuelles Foto reicht völlig. Wichtig ist nur, dass jemand sofort sieht, mit wem er es zu tun hat.
Ihr Name
Benutzen Sie möglichst Ihren echten Namen. Bei Spitznamen wie „Sonnenschein88“ oder „Mama von Niki und Mimi“ weiß ein fremder Mensch nicht einmal, wie er Sie ansprechen soll.
Ihre Bio
Dieses kleine Feld muss keine Werbefläche sein. Schreiben Sie lieber zwei kurze Sätze darüber, wer Sie sind und was Sie interessiert.
Das sagt über Sie deutlich mehr aus als „Partner bei Vital Health“ oder irgendein allgemeiner Spruch über das Leben.
Wenn jemand Ihnen schreibt oder eine Nachricht von Ihnen bekommt, klickt er vielleicht kurz auf Ihr Profil. Sieht er dort ein klares Gesicht, einen normalen Namen und ein paar persönliche Informationen, fühlt sich der Kontakt sofort menschlicher an.
Sie brauchen keine Tausenden Follower. Sie brauchen ein Profil, bei dem man sofort merkt: Hinter diesem Account steckt ein echter Mensch.
Prüfen Sie diese drei Punkte
Ist Ihr Gesicht auf dem Profilbild gut zu erkennen? Verwenden Sie Ihren echten Namen? Stehen in Ihrer Bio ein oder zwei Sätze, die wirklich etwas über Sie erzählen? Falls irgendwo ein Nein steht, können Sie genau dort heute anfangen.
Im nächsten Teil geht es darum, womit Menschen Sie in Zukunft verbinden sollen und warum genau das Ihre Positionierung ausmacht.
Womit sollen Menschen Sie verbinden?
Vielleicht ist es „die Gabi mit den fantastischen Kuchen“, „die Freundin, die immer Yoga macht“ oder „die Frau mit drei Kindern, die trotzdem meistens gute Laune hat“.
Fast jeder von uns wird mit bestimmten Dingen verbunden, auch wenn wir das nie bewusst geplant haben.
Genau hier beginnt Positionierung. Und damit meine ich nicht, dass Sie plötzlich eine künstliche Rolle spielen oder sich als „Businessfrau“ inszenieren sollen.
Es geht vielmehr um ein oder zwei Themen, die wirklich zu Ihrem Leben gehören.
Was passt wirklich zu Ihnen?
Bücher, Bewegung, Familienalltag, gesundes Kochen, Reisen, mehr Energie im Alltag oder vielleicht etwas ganz anderes.
Ein oder zwei Themen reichen
Wer gleichzeitig Mutter, Sportlerin, Köchin, Psychologin, Unternehmerin und Reisebloggerin sein möchte, bleibt am Ende oft mit gar nichts richtig im Gedächtnis.
Wählen Sie Themen, über die Sie auch privat gern sprechen würden. Dann müssen Sie später nichts erfinden und auch keine Rolle aufrechterhalten.
Wenn Sie solche Dinge regelmäßig zeigen, entsteht mit der Zeit ein Bild von Ihnen. Vielleicht denkt jemand irgendwann bei einem bestimmten Thema ganz automatisch an Sie.
Positionierung bedeutet nicht, dass Sie zu allem eine Meinung haben müssen. Es bedeutet nur, dass Menschen ungefähr wissen, wofür sie zu Ihnen kommen können.
Und dieses Thema muss überhaupt nicht direkt mit Vital Health verbunden sein. Vielleicht sind Sie einfach die Frau, die schnelle Frühstücksideen zeigt. Irgendwann taucht ganz selbstverständlich auch das auf, was Sie morgens selbst trinken.
Ergänzen Sie einen Satz
„Wenn Menschen an mich denken, möchte ich, dass sie sagen: Sie ist diejenige, die …“ Schreiben Sie den Satz für sich zu Ende. Damit haben Sie bereits eine erste Richtung.
In der nächsten Lektion geht es um eine Sorge, die viele am Anfang haben: „Ich bin doch gar kein Experte. Was soll ich überhaupt erzählen?“
Warum Sie kein Experte sein müssen
Genau deshalb fangen manche gar nicht erst an. Andere kopieren fremde Texte oder versuchen plötzlich so zu sprechen, als hätten sie jahrelang Medizin studiert.
Das brauchen Sie nicht.
Fachsprache
Komplizierte Begriffe wirken vielleicht beeindruckend, schaffen aber oft eher Abstand, besonders wenn die Person gegenüber selbst überhaupt nichts damit anfangen kann.
Eigene Erfahrung
„Ich habe es ausprobiert und bei mir war es so.“ Das ist verständlich und lässt dem anderen Raum, selbst Fragen zu stellen.
Auf Social Media suchen Menschen nicht immer einen Fachvortrag. Oft interessiert sie viel mehr, wie jemand mit einem ähnlichen Alltag etwas erlebt hat.
Und genau deshalb ist es hilfreich, die eigene Rolle klar zu halten.
Sie müssen keine Diagnose stellen und niemandem eine Wirkung versprechen. Sie können einfach erzählen, was Sie selbst erlebt haben und wo Ihre eigenen Grenzen liegen.
So müssen Sie auch nicht auf jede komplizierte Frage sofort eine Antwort kennen. Sie können nachschauen, Informationen weitergeben oder offen sagen, dass Sie etwas nicht wissen.
Ihre Aufgabe ist nicht, perfekt zu wirken. Ihre Aufgabe ist, korrekt zu bleiben und mit Ihren eigenen Worten zu sprechen.
Finden Sie Ihre eigenen Worte
Ergänzen Sie den Satz: „Ich bin kein Experte, aber bei mir war es so …“ Sagen Sie ihn einmal laut. Genau dieser Ton darf später auch in Ihren Gesprächen bleiben.
Als Nächstes schauen wir uns an, wie viel vom Menschen hinter dem Business auf einem Profil sichtbar sein sollte.
Zeigen Sie den Menschen hinter dem Business
Wenn dort fast nur Produktbilder, Preise und „Schreib mir privat“ zu sehen sind, fehlt genau dieser Teil. Dann wirkt das Profil schnell wie eine digitale Broschüre.
Sie müssen dafür allerdings nicht Ihr gesamtes Privatleben öffentlich machen.
Zeigen Sie normalen Alltag
Das kann der Kaffee am Morgen sein, ein Spaziergang, ein Buch oder auch einmal die unaufgeräumte Küche. Solche Dinge machen ein Profil menschlich.
Zeigen Sie, was Ihnen wichtig ist
Ein ruhiger Sonntag, Zeit mit der Familie, eine Wanderung oder ein Hobby erzählen oft viel mehr über einen Menschen als jedes Business Zitat.
Erzählen Sie auch von kleinen Dingen
Was hat Sie heute zum Lachen gebracht? Was hat Sie genervt? Was hat Ihren Tag besser gemacht? Genau solche Kleinigkeiten schaffen Nähe.
Ihr Leben muss nicht perfekt aussehen
Niemand lebt in einer Dauerwerbung. Wenn eine Woche anstrengend war, darf sie auch so aussehen. Entscheidend ist nur, dass Sie nicht in ein ständiges Klagen abrutschen.
Zeigen Sie auch Ihr Gesicht
Eine Story mit Ihrer Stimme oder ein ganz normales Foto reicht. Sie brauchen dafür weder perfektes Licht noch ein vollständiges Styling.
Als grobe Orientierung können von zehn Beiträgen sieben oder acht etwas über Sie und Ihren Alltag erzählen. Nur zwei oder drei müssen überhaupt mit Produkten oder Business zu tun haben.
Dann wirkt ein Produkt, das zwischendurch auftaucht, nicht wie ein Fremdkörper. Es ist einfach etwas, das zu Ihrem Alltag gehört.
Finden Sie drei Dinge aus Ihrem Alltag
Überlegen Sie sich drei Dinge, die wirklich zu Ihnen gehören und die Sie ohne Probleme zeigen würden. Kaffee, ein Buch, ein Hobby, ein Spaziergang oder etwas ganz anderes. Daraus kann bereits Inhalt für die nächste Woche entstehen.
In der nächsten Lektion schauen wir uns an, wie Vital Health in Ihren Beiträgen auftauchen kann, ohne dass daraus plötzlich Werbung wird.
Wie Sie natürlich über Vital Health sprechen
Genau so möchten wir nicht sprechen.
Stellen Sie sich lieber vor, Sie erzählen einer Freundin von einem Shampoo, einem Restaurant oder einem Film, den Sie ausprobiert haben.
„Vital Health hat das beste Produkt auf dem Markt und Sie müssen es unbedingt ausprobieren.“
„Ich probiere das gerade selbst aus und erzähle gern, wie meine Erfahrung damit bisher ist.“
„Bestellen Sie jetzt und sichern Sie sich sofort Ihren Vorteil.“
„Wenn Sie wissen möchten, was ich benutze, können Sie mich gern fragen.“
„Werden Sie Partner und verdienen Sie damit richtig viel Geld.“
„Ich habe selbst angefangen und irgendwann gemerkt, dass mich auch die Möglichkeit dahinter interessiert. Wenn Sie wissen möchten, wie das funktioniert, erzähle ich Ihnen gern davon.“
Der Unterschied ist eigentlich einfach. Sie erzählen, was Sie selbst machen, statt dem anderen vorzuschreiben, was er tun soll.
Beginnen Sie mit Ihrer Erfahrung
Erzählen Sie zuerst, warum ein Thema für Sie interessant geworden ist. Das wirkt natürlicher, als sofort einen Produktnamen in den Mittelpunkt zu stellen.
Sprechen Sie über sich selbst
Formulierungen wie „Bei mir war es so“ oder „Ich habe es so erlebt“ machen klar, dass Sie Ihre persönliche Erfahrung schildern und kein allgemeines Versprechen geben.
Lassen Sie die Entscheidung offen
Ein Satz wie „Wenn Sie mehr wissen möchten, fragen Sie mich gern“ reicht völlig. Danach darf der andere selbst entscheiden.
Das kann in einer Story passieren, in einem normalen Beitrag oder mitten in einem Gespräch. Sie brauchen dafür keinen besonderen „Verkaufspost“.
Bleiben Sie bei dem, was Sie wirklich erlebt haben. Keine übertriebenen Ergebnisse, keine erfundenen Zahlen und keine Wirkungsversprechen.
Wenn Sie etwas erst seit zwei Tagen benutzen, sagen Sie genau das. Sie können später immer noch erzählen, wie sich Ihre Erfahrung entwickelt hat.
Ein Satz in Ihren eigenen Worten
Wählen Sie ein Produkt, das Sie selbst benutzen, und schreiben Sie einen einzigen Satz dazu. Keine Fachbegriffe und keine Versprechen. Nur Ihre persönliche Erfahrung oder der Grund, warum Sie es verwenden.
In der letzten Lektion wird es ganz konkret. Dort bekommen Sie fünf Dinge, die Sie direkt in Ihrem Profil überprüfen und ändern können.
Was Sie in Ihrem Profil heute ändern können
Das Profilbild
Ist Ihr Gesicht gut zu erkennen? Ist das Foto hell und aktuell? Falls nicht, reicht oft schon ein neues Foto am Fenster bei Tageslicht.
Ihr Name
Verwenden Sie Ihren echten Namen, damit Menschen wissen, mit wem sie sprechen und wie sie Sie ansprechen können.
Ihre Bio
Zwei oder drei kurze Zeilen reichen. Wer sind Sie? Was interessiert Sie? Und wenn es passt, wie kann man Sie erreichen? Mehr muss dort nicht stehen.
Die letzten Beiträge
Schauen Sie ungefähr 20 Beiträge zurück. Gibt es Dinge, die heute überhaupt nicht mehr zu Ihnen passen? Alte Gewinnspiele, endlose Produktserien oder Beiträge, bei denen Sie selbst denken: „Warum habe ich das eigentlich veröffentlicht?“ Dann können Sie aufräumen oder archivieren.
Ein ganz normaler neuer Beitrag
Kein Vital Health Post. Einfach etwas aus Ihrem heutigen Leben. Ein Foto, zwei oder drei Sätze und fertig. So sieht Ihr Profil sofort wieder mehr nach Ihnen aus.
Für diese fünf Dinge brauchen Sie wahrscheinlich ungefähr 20 Minuten. Danach wirkt Ihr Profil oft schon wesentlich klarer und persönlicher.
Denken Sie dabei nicht an „Branding“. Sie räumen lediglich ein bisschen auf. So wie zu Hause, bevor Besuch kommt.
Denn wenn Sie morgen mit jemandem ins Gespräch kommen, ist Ihr Profil möglicherweise das Erste, was diese Person anschließend von Ihnen sieht.
Machen Sie die fünf Punkte direkt
Gehen Sie die fünf Schritte nacheinander durch. Wenn Sie fertig sind, öffnen Sie Ihr Profil noch einmal von einem anderen Gerät und schauen Sie, ob sich der erste Eindruck verändert hat.
Modul 3 ist geschafft.
Sie wissen jetzt, wie Ihr Profil von außen wirkt, womit Menschen Sie verbinden sollen und wie Sie über Ihr Business sprechen können, ohne plötzlich wie Werbung zu klingen.
In Modul 4 geht es um Gespräche mit Menschen. Wie Gespräche entstehen, wie Sie auf Fragen reagieren und wie Sie jemanden einladen können, ohne daraus eine unangenehme Situation zu machen.
