Prompts für die Arbeit mit fertigem Material
Fertiges Material hinein, fertiger Facebook Post heraus. Genau so möchten wir hier nicht arbeiten. Diese Prompts helfen dabei, erst den eigenen Gedanken zu finden und erst danach am Text zu arbeiten.
Sie bekommen fertiges Material von der Firma und der erste Gedanke ist oft: „Das muss ich posten.“
Zwischen „Ich habe Material bekommen“ und „Ich habe einen eigenen Beitrag“ liegt aber ein wichtiger Teil der Arbeit, den wir schnell überspringen.
Zuerst müssen wir herausfinden, was aus diesem Material für uns und für die Menschen, mit denen wir sprechen, überhaupt relevant ist.
Genau dabei kann KI sehr hilfreich sein. Nicht indem wir einen Firmentext hineinkopieren und sagen: „Schreib mir einen Facebook Post.“
Sondern indem wir KI für Gespräch, Analyse, Prüfung und Redaktion nutzen.
Wenn 50 Menschen dasselbe Firmenmaterial bekommen und alle denselben Auftrag geben:
„Schreib mir aus diesem Text einen interessanten und ansprechenden Facebook Post.“
Deshalb funktionieren die Prompts in diesem Material anders.
Bei einigen darf KI den Beitrag überhaupt nicht schreiben.
Bei anderen muss sie uns zuerst Fragen stellen.
Und erst wenn unsere eigene Aussage vorhanden ist, darf sie uns bei Formulierung und Struktur helfen.
Hilf mir zuerst, mein eigenes Thema darin zu finden
Das ist wahrscheinlich einer der nützlichsten Prompts in diesem ganzen Material.
Sie haben einen Firmentext, ein PDF, eine Neuigkeit oder eine Beschreibung. Sie wissen, dass etwas Interessantes darin steckt, haben aber noch keine eigene Idee für einen Beitrag.
Statt KI diese Idee für uns erfinden zu lassen, hilft sie uns, unsere eigene zu finden.
Der Ausgangspunkt ist nicht: „Welchen Post kann ich daraus machen?“ Sondern: „Was steckt darin und was davon bedeutet mir selbst etwas?“
Zeig mir die einzelnen Themen, ohne sie für mich zu entwickeln
Ein PDF mit zehn Seiten ist nicht automatisch ein einziger Beitrag.
Ein 20 Minuten langes Training ebenfalls nicht.
Darin können mehrere völlig unterschiedliche Themen stecken. Einige davon interessieren uns vielleicht, andere überhaupt nicht.
„Thema Nummer 3 interessiert mich. Schreib mir noch keinen Beitrag. Stell mir Fragen, damit wir herausfinden, was ich selbst dazu zu sagen habe.“
So kann ein fertiges Material Ideen für mehrere Beiträge, eine Story, ein kurzes Video oder einen ausführlicheren Gruppenbeitrag liefern, ohne dass überall derselbe Inhalt wiederholt wird.
Hilf mir, meine eigene Sicht darauf zu klären
Hier sind wir bereits einen Schritt weiter.
Vielleicht haben wir zwei Seiten Firmeninformation, aber nur eine konkrete Aussage interessiert uns wirklich.
Dann muss KI nicht den gesamten Rest als möglichen Facebook Beitrag behandeln.
Der letzte Satz ist besonders wichtig. Genau die Lücken, die KI normalerweise automatisch füllen möchte, sollen hier beim Menschen bleiben.
Ich habe meine Aussage. Hilf mir jetzt, sie zu einem Beitrag zu ordnen
Erst an diesem Punkt würde ich der KI die Erlaubnis geben, wirklich zu schreiben.
Wir kennen die Quelle. Wir haben unser Thema gewählt. Wir haben die Fragen beantwortet.
Jetzt gibt es etwas, das strukturiert und redigiert werden kann.
Fertiges Material:
[Material einfügen]
Das möchte ich selbst dazu sagen:
[eigene Notizen einfügen]
Jetzt hat KI Material vom wirklichen Autor des Beitrags. Sie muss kein leeres Feld mit eigenen Vermutungen füllen.
Fakten zuerst. Nicht einfach umformulieren.
Gerade bei der Formulierung „Ich möchte diesen Firmenpost zu meinem machen“ lohnt sich Vorsicht.
Unser Ziel ist nicht, Kopieren dadurch zu verstecken, dass genügend Wörter ausgetauscht werden.
KI kann genau das in wenigen Sekunden hervorragend. Nur löst es nicht das eigentliche Problem.
„Gut. Verwende jetzt nur die Fakten, die ich ausgewählt habe, und meine Antworten. Erstelle daraus eine erste Fassung, ohne Struktur und Formulierungen des ursprünglichen Posts zu übernehmen. Wenn dir für einen Teil meine eigene Sicht fehlt, lass ihn weg, statt sie zu erfinden.“
So maskieren wir keinen fertigen Text.
Wir beginnen mit den Informationen und mit unserem eigenen Grund, darüber sprechen zu wollen.
Lass mir zuerst nur die sachliche Grundlage
Das ist besonders bei Firmenmaterial hilfreich.
Manchmal brauchen wir die Informationen, würden aber viele Formulierungen selbst niemals verwenden.
Danach haben wir eine deutlich sauberere Grundlage, auf der wir mit unseren eigenen Worten weiterarbeiten können.
Und manchmal sehen wir dabei auch, dass hinter einem sehr wirkungsvoll geschriebenen Firmentext eigentlich nur zwei konkrete Fakten stehen.
Bin ich noch zu nah am Original?
Wir haben unseren Beitrag geschrieben und sind überzeugt, dass er inzwischen unserer ist.
Jetzt können wir beide Texte nebeneinander prüfen lassen, aber nicht, damit KI wieder alles umschreibt.
Das ist echte Redaktionsarbeit mit KI.
Persönliches Profil, Story und Gruppe
Hier können wir genau mit der Strategie arbeiten, die wir in der Academy bereits kennengelernt haben.
Wir möchten nicht denselben Inhalt dreimal an drei Orten veröffentlichen.
Wir prüfen, ob das Thema drei unterschiedliche Gespräche ermöglicht.
Danach können wir immer noch nur eine oder zwei Möglichkeiten auswählen.
Nicht jedes Thema muss überall auftauchen.
Erst analysieren. Dann nur das ändern, was ich wirklich ändern möchte.
Hier soll KI Redakteur sein, nicht Ersatzautor.
Deshalb arbeiten wir in zwei Schritten.
Prüfen Sie, ob Sie der Analyse zustimmen. Nur die Stellen, die Sie wirklich ändern möchten, werden im zweiten Schritt bearbeitet.
Wenn wir einen Teil des Textes bereits freigegeben haben, hat KI keinen Grund, ihn bei der nächsten Bearbeitung wieder zu verändern.
Sei mein Gesprächspartner und Redakteur, nicht mein Autor
Diesen Prompt würde ich sehr sichtbar abspeichern.
Er lässt sich bei fast jedem Material verwenden.
Wir geben KI nicht einfach ein Thema und warten auf einen Beitrag. Wir sprechen mit ihr, bis sich unser eigener Beitrag aus dem Gespräch heraus entwickelt.
Wenn KI schon am Anfang zu viel Freiheit bekommt
Manche Prompts sind nicht grundsätzlich falsch.
Sie geben KI nur zu früh zu viel Freiheit.
KI kennt nur das, was wir ihr gegeben haben.
Wenn wir ihr nicht gesagt haben, was wir über das Thema denken, was wir selbst erlebt haben oder was uns an diesem Material überhaupt interessiert, kann sie all das nicht wissen.
Wenn wir trotzdem verlangen, dass der Text persönlich klingt, entstehen freie Stellen, die KI zwangsläufig irgendwie füllen wird.
Genau dort entstehen oft erfundene Nähe, fertige Emotionen und diese typische KI Stimme, die manchmal schon nach wenigen Zeilen auffällt.
Die bessere Reihenfolge ist: Erst geben wir der KI den Menschen. Danach darf sie beim Text helfen.
Speichern Sie Prompts, die wirklich zu Ihnen passen
Sie müssen nicht jedes Mal von vorne beginnen.
Wenn Sie merken, dass Ihnen zum Beispiel die Methode mit Fragen einzeln nacheinander besonders hilft, speichern Sie diesen Prompt.
Mit der Zeit können Sie ihn an Ihre eigene Arbeitsweise anpassen.
Sie können sogar dauerhafte Regeln ergänzen.
Je mehr wir mit KI arbeiten, desto klarer erkennen wir nicht nur, was wir von ihr möchten, sondern auch, was wir ihr nicht überlassen möchten.
Genau das ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Fähigkeiten bei der Arbeit mit KI.
Fertiges Material liefert uns Informationen. KI kann uns helfen, damit zu arbeiten. Aber der Grund, warum daraus ein Beitrag in unserem Profil entsteht, muss von uns selbst kommen.
