Bio, Intro und Details
Profilbild und Titelbild geben den ersten visuellen Eindruck. Danach hilft die kurze Information über uns dabei, besser zu verstehen, wer hinter dem Profil steht.
Genau hier brauchen wir weder leere Floskeln noch eine kleine Werbeanzeige. Wir brauchen Klarheit, Aktualität und genug Persönlichkeit.
Genau an dieser Stelle gehen viele Profile in eine von zwei Richtungen.
Entweder steht dort etwas so Allgemeines, dass wir nach dem Lesen immer noch kaum verstehen, wer dieser Mensch ist.
Oder die kurze Vorstellung klingt bereits wie eine kleine Werbeanzeige.
Was ist der Unterschied zwischen Bio, Intro und Details?
Je nach Sprache und Facebook Version können diese Bereiche etwas anders bezeichnet werden. Die Grundidee bleibt jedoch dieselbe.
Der kurze Text direkt bei den wichtigsten Profilinformationen. Hier können wir mit wenigen Worten etwas über uns sagen.
Hier erscheinen ausgewählte Informationen, zum Beispiel Arbeit, Ausbildung, Wohnort und andere grundlegende Angaben.
Hier können zusätzliche Angaben stehen. Für viele Felder lässt sich bestimmen, wer sie sehen darf.
Wir müssen nicht jedes Feld ausfüllen, nur weil Facebook es uns anbietet. Wichtiger ist, dass die sichtbaren Informationen aktuell sind und zu unserer heutigen Nutzung des Profils passen.
Die Bio ist keine Visitenkarte von einer Business Konferenz
Sobald Menschen ihr Profil professioneller nutzen möchten, beginnen manche damit, Titel zu sammeln.
Einige dieser Bezeichnungen können vollkommen der Realität entsprechen. Für einen fremden Menschen sagen sie jedoch oft wenig darüber, was wir tatsächlich tun.
DIRECTOR
Innerhalb einer Organisation kann ein Rang eine große Leistung sein. Für jemanden außerhalb dieser Organisation kann er trotzdem überhaupt nichts bedeuten.
Hilfreicher ist, wenn die kurze Vorstellung eine menschliche Richtung zeigt: Worüber sprechen wir? Womit beschäftigen wir uns? Welche Arbeit machen wir? Welche Themen gehören zu unserem beruflichen Leben?
Schön, aber unklar
Es gibt Sätze, die angenehm klingen, aber zu fast jedem Profil passen könnten.
An diesen Sätzen ist nichts falsch. Wenn eine solche Aussage wirklich wichtig für Sie ist, kann sie selbstverständlich bleiben.
Wenn wir das Profil aber auch professionell nutzen, hilft ein solcher Satz allein einem fremden Menschen kaum dabei zu verstehen, warum es interessant sein könnte, uns zu folgen oder in welchem Bereich wir arbeiten.
Dann kann es sinnvoll sein, etwas Kleines und Konkretes hinzuzufügen.
Wenn die Bio zur Anzeige wird
Hier versteht der Besucher zwar sofort, dass es um Business geht. Doch bevor er überhaupt verstanden hat, wer wir sind, spricht unser Profil bereits mit ihm wie mit einem potenziellen Kunden oder Partner.
Genau das möchten wir nicht.
Wir können eine professionelle Richtung zeigen, ohne Menschen schon in der kurzen Vorstellung zum Kaufen, Registrieren oder zu einem Gespräch über eine Business Möglichkeit einzuladen.
Klar bedeutet nicht ausführlich
Die Bio ist keine Mini Präsentation.
Wir müssen dort nicht Firma, Produkte, unsere Geschichte, Arbeitsweise und alles, was wir anbieten, unterbringen.
Eine gute Orientierung reicht.
Wenn Gesundheit und Wellness ein wichtiger Teil Ihrer Arbeit sind, kann das Thema sichtbar sein, ohne dass ein Produkt sichtbar sein muss.
Wenn Empfehlungsbusiness ein wichtiger Teil Ihrer Arbeit ist, kann ein Mensch verstehen, welche Art von Arbeit Sie machen, ohne Firmenrang, Firmennamen oder Einladung zum Einstieg zu sehen.
Und wenn Sie in mehreren Bereichen arbeiten, müssen nicht alle in einen einzigen Satz gepackt werden.
Den Rest kann ein Mensch Schritt für Schritt im Profil entdecken.
Lassen Sie etwas Raum für Neugier
Auch hier gilt derselbe Gedanke wie in der vorherigen Lektion.
Die kurze Vorstellung muss nicht alle Antworten enthalten.
Ein Mensch kann verstehen, in welchem Bereich Sie arbeiten, welche Themen Sie interessieren und ungefähr, wobei Sie anderen helfen, ohne bereits zu wissen, mit welcher Firma Sie arbeiten, welches Produkt Sie nutzen oder wie genau Ihr Business aussieht.
Lassen Sie sich bei Ihrer Bio von KI unterstützen
Hier können Sie Meta AI, wenn es in Ihrem Facebook verfügbar ist, oder ChatGPT direkt nutzen.
Starten Sie nur nicht mit: „Schreib mir eine professionelle Bio.“
Bei einer so allgemeinen Aufgabe muss die KI die fehlenden Informationen selbst ergänzen. Genau dann entstehen oft glatte Texte, die gut klingen, aber genauso gut zu tausend anderen Menschen passen könnten.
Besser ist es, die KI zuerst Fragen stellen zu lassen.
Für eine persönliche Bio
Sie müssen keinen der Vorschläge Wort für Wort übernehmen. Vielleicht gefällt Ihnen der Anfang einer Variante, ein Teil einer anderen und am Ende entsteht daraus Ihre eigene Formulierung.
Genau so soll es sein.
Intro und Details werden eher geordnet als geschrieben
Bei Intro und Details ist die Aufgabe etwas anders.
Hier brauchen wir meist keinen besonders schönen Text, sondern eine gute Entscheidung.
Facebook Profile haben die Eigenschaft, unsere Geschichte jahrelang aufzubewahren.
Für uns ist das vielleicht einfach „alte Information“. Für einen fremden Menschen ist es aber nur Information. Er kann nicht wissen, dass sie inzwischen falsch ist.
Deshalb lohnt es sich, die sichtbaren Angaben regelmäßig zu prüfen.
Nicht alles muss öffentlich sein
Ein professionell genutztes Profil bedeutet nicht, dass persönliche Grenzen verschwinden.
Facebook kann uns zwanzig Stellen für Informationen anbieten und wir können trotzdem nur fünf davon nutzen.
Zum Beispiel berufliche Tätigkeit, Themenbereich oder Wohnort, wenn Sie ihn zeigen möchten.
Telefonnummer, Familienstand oder andere persönliche Angaben können eingeschränkt oder ganz verborgen bleiben.
Nutzen Sie KI auch für Ihr Intro
Hier kann KI weniger als Texter und mehr als zweites Paar Augen helfen.
Für das Intro Ihres Profils
Dieser Prompt ist besonders hilfreich, wenn Ihr Profil schon viele Jahre besteht und sich mit der Zeit viele Informationen angesammelt haben.
Und noch ein Prompt für Details
Bei den Details können Sie einen kleinen technischen Audit durchführen.
Für die Details Ihres Profils
Genau diese Art der Arbeit mit KI ist wertvoller als ein fertiges Muster zum Kopieren. Sie bekommen kein fremdes Profilmodell, sondern Hilfe dabei, Ihre eigene Information sinnvoll zu ordnen.
Und wenn alles fertig ist?
Wenn Sie eine neue Bio haben und Intro und Details überprüft wurden, lohnt sich noch ein Blick auf alles zusammen.
Hier nutzen wir wieder die Idee aus Lektion 2: zuerst unterscheiden, was ein fremder Mensch tatsächlich sehen kann, und erst danach, was er daraus möglicherweise vermutet.
Betrachten Sie Ihre Vorstellung mit den Augen eines fremden Menschen
Ordnen Sie Ihre Vorstellung
Öffnen Sie Bio, Intro und Details in Ihrem eigenen Facebook Profil.
Fakten prüfen
Gibt es etwas, das veraltet, heute nicht mehr richtig oder unnötig öffentlich ist?
Bio lesen
Lesen Sie sie so, als würden Sie nichts über den Menschen dahinter wissen.
KI nutzen
Nutzen Sie die Prompts aus dieser Lektion mit Meta AI oder ChatGPT, wenn Sie Unterstützung möchten.
Veröffentlichen Sie nicht sofort den ersten Vorschlag, den Sie erhalten.
Lesen Sie ihn laut vor.
Wenn Wörter darin vorkommen, die Sie selbst nie verwenden, nehmen Sie sie heraus. Wenn der Satz klingt, als hätten Sie eine professionelle Biografie bestellt, obwohl Sie sich eigentlich nur kurz vorstellen möchten, vereinfachen Sie ihn.
Wenn Sie zufrieden sind, speichern Sie Ihre neue Version und betrachten Sie anschließend das Profil wieder als Ganzes.
In der nächsten Lektion beschäftigen wir uns mit Featured: dem Bereich, in dem wir selbst auswählen können, welche Inhalte für Menschen, die uns gerade erst kennenlernen, länger sichtbar bleiben sollen.
