Featured bewusst auswählen
Nachdem Profilbild, Titelbild und unsere Informationen geordnet sind, kommen wir zu einem weiteren sichtbaren Bereich: Featured.
Hier können ausgewählte Fotos und Stories länger sichtbar bleiben und einem Menschen, der unser Profil besucht, noch ein paar weitere Seiten von uns zeigen.
Bevor wir überlegen, was wir dort zeigen möchten, müssen wir zuerst klären, was Featured überhaupt ist.
Featured ist keine Sammlung beliebiger Beiträge aus unserem Profil.
Genau das macht diesen Bereich interessant: Wir stellen uns nicht nur mit Worten vor, sondern auch mit einer kleinen visuellen Auswahl aus unserem Leben und unserer Arbeit.
Featured ist kein Bereich für beliebige normale Beiträge
Wir arbeiten dort mit Fotos und Stories, die bereits in unserem Archiv vorhanden sind.
Was kann Featured über uns erzählen?
Stellen Sie sich einen Menschen vor, der Ihren Kommentar in einer öffentlichen Facebook Gruppe gesehen hat und aus Interesse Ihr Profil öffnet.
Dort kann ein Foto von einem Event, einer Schulung oder einer Reise stehen. Vielleicht sehen wir einen Moment aus dem Arbeitsalltag, eine Begegnung mit Menschen, ein Hobby, etwas aus dem normalen Leben oder eine gespeicherte Story, die ein wichtiges Thema zeigt.
Nicht alles muss professionell sein.
Kleine echte Momente, die den Menschen hinter der Arbeit zeigen.
Begegnungen, Projekte, Lernen oder interessante Situationen.
Dinge, die wirklich zu Ihrem Leben und zu Ihrer Persönlichkeit gehören.
Wenn unser gesamtes Profil nur Arbeit zeigt, verschwindet der Mensch dahinter sehr schnell. Featured kann dabei helfen, verschiedene Seiten unseres Lebens natürlich miteinander zu verbinden.
Featured ist keine Produktvitrine
Hier gilt genau das, worüber wir bereits in Lektion 3 gesprochen haben.
Dass ein Produkt in Featured vorkommen kann, bedeutet nicht, dass wir den Bereich mit Produkten füllen sollten.
Öffnet ein fremder Mensch das Profil und sieht direkt eine Verpackung, danach noch eine, dann eine Werbegrafik, ein Firmen Event und anschließend wieder ein Produkt, haben wir visuell bereits „Onlineshop“ gesagt, ohne dieses Wort zu benutzen.
Natürlich kann ein Produkt in einer echten Situation sichtbar sein. Das ist etwas völlig anderes als eine fertige Werbegrafik des Unternehmens, die einfach nur übernommen wurde.
Ein Produkt, das natürlich in einer echten Situation auftaucht, erzählt eine andere Geschichte als eine reine Werbegrafik.
Dasselbe gilt für das Business. Ein Foto von einem Event, einem Treffen oder einem interessanten Arbeitsmoment kann viel mehr über unsere Tätigkeit erzählen als ein Firmenbanner mit Rängen und großen Schriftzügen.
Nicht jeder sichtbare Moment braucht einen Business Zweck
Es passiert schnell, dass wir jede Facebook Funktion mit der Frage betrachten: „Wie kann ich das fürs Business nutzen?“
Das müssen wir nicht.
Wenn Reisen wirklich zu Ihrem Leben gehören, dürfen sie sichtbar sein.
Wenn Menschen Sie mit einem Hobby verbinden, kann auch das dazugehören.
Ein Bild kann etwas über Charakter, Interessen oder Lebensweise erzählen.
Nicht alles, was einmal gut war, muss heute noch dort bleiben
Featured wird relativ früh beim Besuch eines Profils sichtbar. Deshalb müssen wir dort nicht alles sammeln, was uns irgendwann einmal gefallen hat.
Damals passend, heute vielleicht ohne Bezug zu Ihrem Leben oder Ihrer Arbeit.
Eine frühere Promotion, die längst nicht mehr aktuell ist.
Eine Firma, ein Projekt oder eine Tätigkeit, die heute nicht mehr zu Ihnen gehört.
Eine ganz normale Aufnahme, die Sie auch heute noch sehr gut zeigt.
Gerade bei Featured passt dieser Gedanke besonders gut.
Einige wenige gut ausgewählte Fotos und Stories können einen viel angenehmeren Eindruck geben als eine riesige Sammlung, durch die niemand gehen möchte.
Es gibt keine vorgeschriebene Zahl.
Wir machen daraus keine neue Facebook Formel.
Featured darf auch leer sein
Das ist überhaupt kein Problem.
Nicht jede Facebook Funktion muss unbedingt genutzt werden.
Wenn Sie im Archiv keine passenden Fotos oder Stories haben, nehmen Sie nicht irgendetwas, nur damit der Bereich nicht leer aussieht.
Von jetzt an wissen Sie, dass dieser Bereich existiert. Wenn Sie später eine Story veröffentlichen, die auch langfristig gut zu Ihrem Profil passt, können Sie sie im Hinterkopf behalten.
So entsteht Featured nach und nach aus Ihrem echten Inhalt, statt dass wir zuerst versuchen, es künstlich zu füllen.
KI kann auch hier helfen
Meta AI oder ChatGPT können nicht für Sie entscheiden, welche Momente Ihres Lebens wichtig sind.
Sie können aber hilfreich sein, wenn Sie bereits eine Vorauswahl getroffen haben und sich fragen, ob diese Auswahl vielleicht zu einseitig wirkt.
Sie müssen nicht einmal alles abschreiben. Es reicht, wenn Sie kurz beschreiben, was Sie ausgewählt haben.
Überprüfung meiner Featured Auswahl
Auch hier ordnet KI das Profil nicht für uns. Sie hilft uns nur, unsere eigene Auswahl einmal aus etwas mehr Abstand zu betrachten.
Schauen Sie gelegentlich wieder in Featured
Sie müssen diesen Bereich nicht ständig überprüfen.
Wenn sich jedoch etwas Wesentliches in Ihrem Leben oder Ihrer Arbeit verändert, lohnt sich ein kurzer Blick.
Vielleicht entdecken Sie etwas, das heute nicht mehr so sichtbar sein soll. Oder Sie haben inzwischen eine neue Story oder ein neues Foto, das Sie heute viel besser repräsentiert.
Das ist völlig normal. Ein Profil wird nicht einmal eingerichtet und danach für immer eingefroren.
Sehen Sie Featured mit Ihren heutigen Augen
Öffnen Sie Featured in Ihrem eigenen Facebook Profil.
Wenn dort bereits Inhalte vorhanden sind, betrachten Sie die Fotos und Stories einzeln.
Bewerten Sie sie nicht danach, ob sie schön sind.
Fragen Sie sich, ob sie heute noch aktuell sind und ob Sie möchten, dass ein Mensch, der Sie zum ersten Mal entdeckt, diese Dinge so früh im Profil sieht.
Entfernen Sie, was offensichtlich nicht mehr dorthin gehört.
Wenn Featured leer ist, müssen Sie nichts erzwingen. Sie wissen jetzt einfach, wie Sie diesen Bereich später nutzen können.
Wenn Sie bereits eine Auswahl getroffen haben, können Sie auch den KI Prompt aus dieser Lektion nutzen und sich ein zweites Paar Augen holen.
In der nächsten Lektion schauen wir auf Ihre letzten öffentlichen Beiträge. Nach Profilbild, Titelbild und der kurzen Vorstellung erzählen sie besonders viel darüber, was ein Mensch sieht, wenn er etwas länger auf Ihrem Profil bleibt.
