ERSTE SCHRITTE · MODUL 08

Der erste Partner

Wie aus einer Registrierung eine echte Zusammenarbeit entsteht und warum die ersten Tage oft wichtiger sind als der Moment der Anmeldung selbst.

3 Lektionen InoVitalHealth Academy
08
MODUL 08

Die Lektionen

Der erste Partner verändert die eigene Arbeit. Zum ersten Mal geht es nicht mehr nur darum, selbst zu lernen und Erfahrungen zu sammeln, sondern einen anderen Menschen beim Start zu begleiten.

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LEKTION 01

Die Registrierung ist nicht das Ende, sondern der Anfang

Auf den ersten Partner wartet fast jeder mit besonderer Spannung. Solange er noch nicht da ist, wirkt genau dieser Moment oft wie das große Ziel.

Man stellt sich vor, dass nach der Registrierung vieles von selbst ins Rollen kommt. In Wirklichkeit beginnt genau dann ein ganz neuer Teil der Arbeit.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben Sie vor allem für sich selbst gearbeitet. Sie haben gelernt, Trainings angeschaut, Gespräche geführt und eigene Erfahrungen gesammelt.

Ab dem Moment, in dem jemand beschließt, gemeinsam mit Ihnen zu starten, verändert sich etwas. Sie sind nicht mehr allein unterwegs. Ein anderer Mensch macht seine ersten Schritte an Ihrer Seite.

Viele investieren sehr viel Energie, um überhaupt den ersten Partner zu gewinnen. Nach der Registrierung kommt dann manchmal überraschend wenig.

Der neue Mensch wartet darauf, ruhig in alles eingeführt zu werden. Der Sponsor dagegen hat innerlich das Gefühl, den schwierigsten Teil bereits geschafft zu haben.

Genau nach der Registrierung beginnt sich Vertrauen erst wirklich zu entwickeln.

Ein neuer Partner muss in den ersten Tagen nicht alles über das Unternehmen, die Produkte oder den Vergütungsplan wissen. Das würde wahrscheinlich jeden überfordern.

Viel wichtiger ist, dass er merkt, dass er Fragen stellen kann und nicht allein gelassen wird, sobald die Registrierung abgeschlossen ist.

Mit der Zeit habe ich verstanden, dass Menschen selten allein wegen eines Unternehmens in einem Team bleiben. Sie bleiben oft auch deshalb, weil sie sich im Umgang miteinander wohlfühlen.

Wenn die ersten Tage ruhig verlaufen und nicht sofort das Gefühl entsteht, hinterherlaufen zu müssen, wächst Selbstvertrauen viel leichter.

DER SCHNELLE START

Manche möchten sofort loslegen

Es gibt Menschen, die schon in der ersten Woche mit Bekannten sprechen, an Treffen teilnehmen und möglichst viel ausprobieren wollen.

DER RUHIGE START

Andere brauchen erst Orientierung

Sie schauen sich Materialien an, lernen die Produkte kennen und möchten sich zunächst in der neuen Umgebung zurechtfinden.

Beide Arten zu starten sind völlig normal.

Sobald Sie aufhören, Menschen miteinander zu vergleichen, sehen Sie viel klarer, was der Einzelne wirklich braucht. Jeder bringt seine eigene Lebenserfahrung, seine eigenen Unsicherheiten und seine eigenen Stärken mit.

Die Aufgabe eines guten Sponsors ist nicht, einen Menschen in ein fertiges Modell zu pressen. Sie besteht darin, ihm dabei zu helfen, seinen eigenen Arbeitsstil zu finden.

Der erste Partner ist deshalb nicht nur der erste Schritt zu einer Organisation. Er ist vor allem die erste echte Gelegenheit, eine Zusammenarbeit aufzubauen.

KLEINE AUFGABE

Wie sollen sich die ersten Tage anfühlen?

Wenn Sie bereits einen Partner haben, schauen Sie noch einmal auf seine ersten Tage zurück. Was lief gut und was würden Sie heute anders machen? Falls Sie noch keinen Partner haben, schreiben Sie drei Dinge auf, die ein neuer Mensch in seiner ersten Woche bei Ihnen spüren soll.

Wie geht es weiter?

In der nächsten Lektion schauen wir uns genauer an, was in den ersten Tagen wirklich wichtig ist und warum weniger Information oft hilfreicher ist als ein kompletter Ordner voller Materialien.

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LEKTION 02

Die ersten Tage sind wichtiger, als sie wirken

Die ersten Tage entscheiden oft darüber, ob jemand langsam Sicherheit gewinnt oder sich schon am Anfang überfordert fühlt.

Viele Sponsoren machen aus einem guten Grund denselben Fehler: Sie möchten helfen und schicken deshalb alles, was sie haben.

Videos, Präsentationen, Dateien, Trainings, Aufzeichnungen und Links. Für den Sponsor ist das Unterstützung. Für einen neuen Menschen sieht es schnell wie ein riesiger Berg aus, bei dem er nicht weiß, wo er anfangen soll.

Eine neue Arbeit, ein neues Programm oder ein neues Hobby fühlt sich selten leichter an, wenn man am ersten Tag hundert Seiten zum Lesen bekommt.

Wahrscheinlicher ist, dass man sich fragt, ob man das überhaupt alles schaffen kann.

Statt zu überlegen, was Sie noch schicken könnten, fragen Sie sich lieber: Was braucht dieser Mensch genau jetzt?

Manchmal reicht ein kurzes Gespräch. Manchmal ein einziges Video. Und manchmal ist eine klare Antwort auf eine einzige Frage vollkommen genug.

Es gibt dafür keine feste Schablone, weil Menschen unterschiedlich starten.

Genauso wichtig ist die Botschaft, dass niemand am Anfang sofort mithalten muss. Neue Partner sehen andere Menschen posten, Gespräche führen oder an Treffen teilnehmen und haben schnell das Gefühl, selbst noch gar nichts zu können.

Wenn niemand ihnen sagt, dass das völlig normal ist, machen sie sich häufig selbst unnötig verrückt.

Sicherheit wächst nicht dadurch, dass man möglichst viel weiß. Sie wächst, wenn der erste kleine Schritt funktioniert und der nächste dadurch weniger fremd wirkt.

Ich habe außerdem gelernt, Stille nicht automatisch mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.

Manche Menschen stellen jeden Tag zehn Fragen. Andere schreiben fast gar nichts, lesen aber alles, beobachten und sortieren die Informationen für sich.

Wenn Sie einen ruhigen Menschen zwingen wollen, im gleichen Rhythmus zu arbeiten wie jemand, der vom ersten Tag an überall dabei sein möchte, kann genau das dazu führen, dass er sich zurückzieht.

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Orientierung

Der neue Partner sollte zuerst wissen, wo er die wichtigsten Informationen findet und an wen er sich wenden kann.

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Ein überschaubarer nächster Schritt

Nicht sieben Aufgaben auf einmal. Eine Sache, die jetzt sinnvoll ist, reicht.

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Eigener Rhythmus

Manche werden schneller aktiv, andere brauchen etwas länger. Beides kann funktionieren.

Die ersten Tage sind deshalb kein Test. Es geht nicht darum zu beweisen, wie motiviert jemand ist. Es geht darum, dass er sich in seiner neuen Umgebung zurechtfindet.

KLEINE AUFGABE

Ein einfacher Plan für sieben Tage

Schreiben Sie für einen neuen Partner einen Plan mit höchstens fünf Punkten für die erste Woche. Lesen Sie ihn danach noch einmal und streichen Sie alles, was nicht wirklich in diesen ersten sieben Tagen gebraucht wird.

Wie geht es weiter?

Auch bei einem guten Start kommt irgendwann Unsicherheit. In der letzten Lektion geht es darum, wie Sie helfen können, ohne daraus eine dauerhafte Abhängigkeit zu machen.

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LEKTION 03

Bauen Sie keine Abhängigkeit auf, sondern Sicherheit

Am Anfang braucht fast jeder neue Partner mehr Aufmerksamkeit. Das ist völlig normal und gehört dazu.

Es gibt viele Fragen, Unsicherheit bei kleinen Entscheidungen und manchmal den Wunsch nach Bestätigung, bevor überhaupt etwas gemacht wird.

Problematisch wird es erst dann, wenn dieser Zustand dauerhaft bestehen bleibt.

Manchmal entsteht diese Abhängigkeit ganz unbewusst durch den Sponsor selbst. Er beantwortet jede Frage sofort, entscheidet alles mit, ist bei jedem Gespräch dabei und übernimmt immer wieder Aufgaben.

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Was wie besonders gute Hilfe aussieht, kann langfristig dazu führen, dass der andere immer weniger Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickelt.

Wenn ein Partner nach mehreren Monaten noch immer nicht allein mit Menschen sprechen möchte, Informationen nicht selbst findet oder für jeden Schritt eine Bestätigung braucht, wurde wahrscheinlich zu viel für ihn übernommen.

SOFORT DIE ANTWORT GEBEN

Hilft heute

Die Frage ist in wenigen Sekunden erledigt. Beim nächsten ähnlichen Thema wartet der Partner aber womöglich wieder auf Sie.

DEN WEG ZEIGEN

Hilft auch morgen

Zeigen Sie, wo die Information zu finden ist. Beim nächsten Mal kann der Partner selbst nachsehen.

Ähnlich ist es bei Gesprächen. Natürlich können Sie am Anfang dabei sein oder einspringen, wenn jemand sehr unsicher ist.

Wenn Sie aber jedes Gespräch selbst führen, sammelt der neue Partner keine eigene Erfahrung.

Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass man einem anderen Menschen beim Arbeiten zuschaut. Sie wächst, wenn man selbst anfängt und erlebt, dass man damit zurechtkommt.

Das bedeutet auch, dass nicht alles perfekt laufen wird.

Ein Partner wird einmal etwas ungeschickt formulieren, vielleicht eine wichtige Information vergessen oder in einem Gespräch anders reagieren, als Sie selbst es getan hätten.

Das ist kein Grund, sofort wieder alles an sich zu ziehen.

Statt direkt zu erklären, was alles falsch war, können Sie gemeinsam schauen, was gut funktioniert hat und was beim nächsten Mal leichter oder klarer werden könnte.

So wird aus einer Erfahrung etwas, das der Partner selbst verstehen und beim nächsten Mal anwenden kann.

Eine Sache hat sich bei mir im Laufe der Jahre stark verändert.

Früher freute ich mich, wenn Menschen mich ständig brauchten. Ich empfand das als Zeichen dafür, dass ich wichtig für sie bin.

Heute freue ich mich viel mehr, wenn sie mich immer weniger für jede Kleinigkeit benötigen.

Wenn ein Partner beginnt, selbst Entscheidungen zu treffen und Antworten zu finden, bedeutet das nicht, dass die Zusammenarbeit schwächer wird. Es bedeutet, dass er wächst.

Genau darin liegt für mich der Sinn einer guten Partnerschaft. Nicht dauerhaft einer geht voraus und der andere folgt. Mit der Zeit sollten beide immer mehr nebeneinander gehen können.

Wenn diese Kultur schon beim ersten Partner entsteht, wird sie später sehr natürlich an weitere Menschen im Team weitergegeben.

KLEINE AUFGABE

Wo können Sie etwas mehr Selbstständigkeit zulassen?

Denken Sie an jemanden, dem Sie kürzlich geholfen haben. Gab es einen Moment, in dem Sie statt einer fertigen Antwort einfach hätten zeigen können, wo er die Lösung selbst findet? Entscheiden Sie sich für eine kleine Veränderung, die Sie bereits diese Woche ausprobieren möchten.

MODUL 08

Modul 8 ist geschafft.

Sie wissen jetzt, warum die Registrierung eines ersten Partners nur der Anfang ist, warum die ersten Tage Ruhe und Orientierung brauchen und weshalb gute Begleitung mit der Zeit immer mehr Selbstständigkeit ermöglichen sollte.

Im nächsten Modul geht es darum, wie aus einzelnen Partnern ein Team entsteht und wie Duplikation funktioniert, ohne dass am Ende alles an einer einzigen Person hängt.