Was mache ich, nachdem ich auf „Veröffentlichen“ geklickt habe?
Der Beitrag ist online. Jetzt beginnt nicht die nächste Technik, sondern ganz normale Kommunikation.
Wir schauen kurz nach, ob alles richtig aussieht, bleiben erreichbar und beobachten, was aus dem Beitrag entsteht.
Der Beitrag ist fertig und bereits auf Facebook.
Jetzt müssen wir nichts Besonderes tun. Es ist aber sinnvoll, noch kurz in der Nähe zu bleiben.
Öffnen Sie den Beitrag zunächst so, wie andere Menschen ihn sehen.
Manchmal entdecken wir erst dann ein falsches Wort, einen verrutschten Absatz, ein ungünstig zugeschnittenes Bild oder eine andere Kleinigkeit.
Wenn etwas nicht stimmt, korrigieren wir es.
Danach nutzen wir Facebook ganz normal weiter. Wir müssen nicht auf unserem eigenen Beitrag sitzen und auf die erste Reaktion warten.
Ich habe veröffentlicht und kurz danach fällt mir noch etwas ein
Das passiert häufig. Nach ein paar Minuten fällt uns noch ein Beispiel, eine Ergänzung, ein Bild oder ein Gedanke ein, der den Beitrag gut ergänzt.
Dafür müssen wir den ursprünglichen Text nicht unbedingt wieder öffnen.
Wir können die Ergänzung auch als eigenen Kommentar hinzufügen.
Oder:
So hat der Kommentar einen eigenen Sinn.
Wenn wir nichts zu ergänzen haben, lassen wir den Beitrag einfach stehen.
Die ersten Kommentare kommen
Wenn sich jemand die Zeit nimmt, einen echten Gedanken zu schreiben, ist es schön, auch wirklich auf diesen Gedanken zu antworten.
Zum Beispiel schreibt jemand:
Daraus kann ganz natürlich ein Gespräch entstehen:
Wenn jemand dagegen nur schreibt: „Sehr schön gesagt!“, müssen wir daraus kein Interview machen.
Ein einfaches „Freut mich, dass es dir gefallen hat 😊“ reicht vollkommen.
Jemand stellt eine Frage
Wenn wir die Frage direkt unter dem Beitrag beantworten können, ist das oft sinnvoll.
Wahrscheinlich haben sich auch andere Menschen dieselbe Frage gestellt, ohne selbst zu kommentieren.
Wenn die Frage dagegen eine persönliche Situation betrifft oder sehr konkrete Details benötigt, kann das Gespräch ganz natürlich in eine private Nachricht wechseln.
Jemand reagiert nur auf den Beitrag
Eine Reaktion bedeutet nicht automatisch: „Ich interessiere mich dafür, schreib mir.“
Gerade wenn wir Facebook für Business nutzen, ist es leicht, ein Like sofort als Anlass für eine private Nachricht zu interpretieren.
Vielleicht mochte die Person aber einfach den Gedanken, das Bild oder das Thema.
Etwas anderes ist es, wenn jemand über längere Zeit regelmäßig an Gesprächen teilnimmt, Fragen stellt und selbst deutliches Interesse zeigt.
Das Gespräch wird persönlicher
Manchmal beginnt ein Gespräch direkt unter einem Beitrag und irgendwann wird deutlich, dass es eigentlich nur noch zwei Menschen betrifft.
Die Person erzählt ihre eigene Situation oder fragt nach konkreten Details.
Dann können wir ganz selbstverständlich in eine private Nachricht wechseln.
Die private Nachricht kommt hier nicht aus dem Nichts.
Sie setzt einfach ein Gespräch fort, das bereits begonnen hat.
Jemand ist anderer Meinung
Nicht jeder Mensch muss unserer Meinung sein.
Wenn jemand normal und respektvoll widerspricht, können wir ebenso normal antworten.
Manchmal macht eine andere Meinung einen Austausch interessanter als zehn fast identische Kommentare.
Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen normalem Widerspruch und jemandem, der nur beleidigen oder provozieren möchte.
Ein Kommentar kommt erst am Abend oder am nächsten Tag
Ein Beitrag hat nicht nach einer Stunde sein Verfallsdatum erreicht.
Manchmal bringt ein einziger neuer Kommentar am nächsten Tag wieder Bewegung in das Gespräch.
Ein anderer Mensch sieht den Kommentar, beteiligt sich und plötzlich wird der Beitrag erneut diskutiert.
Deshalb lohnt es sich, auch unter Beiträgen vom Vortag noch einmal nachzusehen.
Der Beitrag bekommt kaum Aufmerksamkeit
Das wird passieren.
Auch mit Beiträgen, die wir beim Schreiben selbst richtig gut fanden.
Lassen Sie den Beitrag zunächst stehen und schauen Sie ihn am nächsten Tag noch einmal mit etwas Abstand an.
Vielleicht hat der Anfang keinen ausreichenden Grund gegeben, weiterzulesen.
Vielleicht war das Thema nicht klar genug.
Vielleicht führte das Bild in eine andere Richtung.
Oder der Text war dieses Mal einfach nicht so stark, wie wir beim Schreiben gedacht haben.
Es ist hilfreicher, daraus etwas zu lernen, als noch am selben Tag hektisch am Beitrag herumzuändern oder sofort Facebook die Schuld zu geben.
Der Beitrag funktioniert richtig gut
Hier schauen wir schnell nur auf die Anzahl der Reaktionen.
Interessanter ist aber, warum Menschen reagiert haben.
Vielleicht hat eine kleine Geschichte besonders viele Gespräche ausgelöst.
Vielleicht haben sich mehrere Menschen im selben Problem wiedererkannt.
Vielleicht wurde eine Frage gestellt, an die wir selbst vorher gar nicht gedacht hatten.
Genau solche Dinge liefern oft bessere Ideen für neue Beiträge als die reine Reichweite.
Kann ich nach dem Beitrag eine Story nutzen?
Ja.
Die Story muss aber keine verkleinerte Kopie des Beitrags sein.
Wenn Sie den Beitrag selbst in Ihrer Story teilen, können Sie etwas Eigenes ergänzen.
Oder:
Eine Story kann das Thema auch auf andere Weise weiterführen, zum Beispiel mit einem Bild, einem kurzen Gedanken oder mit etwas, das nach dem Veröffentlichen passiert ist.
Wir benutzen Facebook einfach normal weiter
Wir lesen, sprechen, kommentieren und antworten anderen Menschen, weil uns etwas interessiert.
Nicht, weil wir jede Aktivität als Technik betrachten, die unseren eigenen Beitrag unterstützen soll.
Ein Beitrag kann uns viel erzählen
Wenn uns Statistiken zur Verfügung stehen, können wir sie natürlich anschauen.
Nicht nur die Anzahl der Reaktionen ist interessant.
Genauso wichtig ist aber das Gespräch selbst.
Was haben Menschen gefragt? Auf welchen Satz haben sie reagiert? Ist ein Thema entstanden, das wir noch nicht ausreichend erklärt haben?
„Ideen aus Kommentaren“
Legen Sie sich eine kleine Notiz an. Jede gute Frage oder interessante Bemerkung unter einem Beitrag kann später ein neues Thema werden.
KI kann auch nach dem Veröffentlichen helfen
Vor allem bei Kommentaren, bei interessanten Gesprächen oder bei Beiträgen, die unerwartet wenig Aufmerksamkeit bekommen haben.
Mit dem Klick auf „Veröffentlichen“ ist ein Beitrag nicht unbedingt fertig.
Wenn darunter ein Gespräch beginnt, entsteht dort oft der interessanteste Teil.
