So bereiten Sie Ihre Gruppe vor, bevor Sie die ersten Menschen einladen
Die Gruppe ist erstellt. Jetzt sorgen wir dafür, dass der erste Besucher nicht vor einem leeren Raum steht, sondern sofort versteht, worum es hier geht und warum es sich lohnt zu bleiben.
Was sieht jemand, der heute zum ersten Mal Ihre Gruppe öffnet?
Die Gruppe ist erstellt. Der Name steht, die Beschreibung ist da, das Titelbild ist eingesetzt und die wichtigsten Einstellungen sind gemacht.
Aber noch fehlt etwas Entscheidendes: Menschen.
Und bevor wir die ersten Menschen einladen, schauen wir uns die Gruppe genau so an, wie ein neuer Besucher sie sehen würde.
Eine technisch fertige Gruppe ist noch keine vorbereitete Gruppe.Die Tür ist offen. Aber was findet man dahinter?
Stellen Sie sich einen neuen Laden vor. Die Tür ist da, das Schild hängt draußen, die Beleuchtung funktioniert. Aber die Regale sind leer.
Würden Sie hineingehen und denken: „Hier möchte ich öfter vorbeischauen“?
Wahrscheinlich nicht.
Bei einer neuen Facebook-Gruppe ist es ähnlich. Deshalb laden wir nicht sofort Menschen ein, nur weil Facebook uns bereits den Button dafür zeigt.
Ihre Gruppe ist nicht die offizielle Unternehmensseite
Wenn Ihre Gruppe mit einer Firma verbunden ist, nennen Sie sie nicht „Offizielle Gruppe von [Firma]“ oder „Official“, wenn sie nicht tatsächlich vom Unternehmen selbst geführt wird.
Sie treten als unabhängige Partnerin oder unabhängiger Partner auf. Das sollte auch im Namen und in der Beschreibung transparent erkennbar sein.
„[Thema] mit [Ihr Name] | Community“
oder
„[Thema] | Erfahrungen & Austausch mit [Ihr Name]“
Drei Beiträge? Fünf? Zehn?
Vielleicht haben Sie schon Empfehlungen gehört wie: „Eine neue Gruppe braucht mindestens drei Beiträge.“
Wir machen daraus keine starre Regel. Es gibt keine magische Zahl.
Für unseren praktischen Start arbeiten wir zwar mit drei ersten Beiträgen. Aber nicht, weil Facebook genau drei verlangt.
Die drei Beiträge bekommen drei unterschiedliche Aufgaben.
Versteht der Besucher, wo er gelandet ist und worum es hier geht?
Findet er bereits etwas, das für ihn interessant oder praktisch hilfreich ist?
Erkennt er, dass er hier nicht nur lesen, sondern auch selbst teilnehmen kann?
Vergessen Sie für einen Moment, dass es Ihre eigene Gruppe ist
Öffnen Sie Ihre Gruppe und tun Sie so, als würden Sie nichts über sie wissen.
Sie kennen den Namen nicht. Sie kennen die Person hinter der Gruppe nicht. Sie wissen nicht, warum diese Gruppe gegründet wurde.
Schauen Sie nur auf das, was ein fremder Besucher tatsächlich sehen kann.
Verstehe ich schnell, worum es hier geht?
Erkenne ich, für wen diese Gruppe gedacht ist?
Kann ich erkennen, welche Themen mich hier erwarten?
Bekomme ich ein Gefühl dafür, wie hier miteinander gesprochen wird?
Verstehe ich, ob und wie ich mich beteiligen kann?
Gibt es etwas, das mich neugierig macht?
Schreiben Sie auf, was bereits verständlich ist und wo Sie selbst als fremder Besucher noch Fragezeichen hätten.
Jetzt bekommt das Regal Inhalt
Für den praktischen Start arbeiten wir mit drei unterschiedlichen Beiträgen.
Nicht, weil Facebook genau drei verlangt, sondern weil jeder dieser Beiträge eine andere Aufgabe übernimmt.
Wo bin ich und was finde ich hier?
Was bekomme ich bereits heute?
Wie kann ich mich selbst beteiligen?
Orientierung
Der erste Beitrag hilft einem neuen Menschen zu verstehen, wo er gelandet ist.
Das kann ein angehefteter Willkommensbeitrag sein. Noch persönlicher kann ein kurzes Video wirken. Etwa 60 Sekunden reichen vollkommen.
Erzählen Sie: Wer sind Sie? Warum haben Sie diese Gruppe gegründet? Was möchten Sie hier teilen? Was ist diese Gruppe ausdrücklich nicht? Und wie können sich die Menschen beteiligen?
Wenn die Gruppe mit Ihrem Business verbunden ist, machen Sie daraus kein Geheimnis. Der erste Beitrag muss aber kein Verkaufsgespräch werden.
Vermeiden Sie Formulierungen wie „Schreib JA in die Kommentare“ oder „Wer will Infos? Schreib INFO!“. Stellen Sie lieber eine echte Frage, auf die Sie selbst gern antworten würden.
Ideen für meinen ersten Willkommensbeitrag
Lassen Sie KI nicht sofort einen fertigen Beitrag schreiben. Holen Sie sich zuerst drei Ideen und entscheiden Sie selbst, welche Richtung zu Ihrer Gruppe passt.
Erst geben, dann erzählen
Der zweite Beitrag sollte bereits echten Nutzen enthalten.
Nicht: „Hier werden bald viele spannende Tipps kommen.“
Sondern einen ersten Tipp, eine Erfahrung oder eine praktische Idee, die ein Mensch sofort mitnehmen kann.
Vermeiden Sie problematische Vorher-Nachher-Darstellungen und direkte Aussagen über persönliche Merkmale wie Körper, Haut, Gewicht oder gesundheitliche Probleme. Formulieren Sie persönliche Erfahrungen lieber transparent aus der eigenen Perspektive, zum Beispiel: „Meine Erfahrung mit ...“ oder „Was mir geholfen hat, als ich ...“.
Mein erster echter Nutzen-Beitrag
Hier darf KI bereits einen Beitrag formulieren. Ergänzen Sie vorher unbedingt Ihr Thema und den gewünschten Ton.
Ein echtes Gespräch öffnen
Jetzt zeigt die Gruppe, dass sie keine Einbahnstraße ist.
Der dritte Beitrag lädt zu einem echten Gespräch ein. Das kann eine Frage, eine kleine Umfrage oder eine Auswahl zwischen mehreren Themen sein.
A) Hautpflege
B) Ernährung und Rezepte
C) Energie im Alltag
D) Einblicke hinter die Kulissen
Wir veröffentlichen keine Umfrage nur deshalb, weil wir Interaktion brauchen.
Wir möchten etwas über die Menschen erfahren, damit die nächsten Inhalte besser zu ihren wirklichen Interessen passen.
Eine Frage, die wirklich ein Gespräch öffnet
Dieser Prompt soll Ihnen keine künstliche „Interaktionsfrage“ liefern. Er soll Ihnen helfen herauszufinden, was Ihre ersten Mitglieder wirklich interessiert.
Die ersten Beiträge sind kein Schaufenster für Angebote
Die ersten Beiträge sollen zeigen, warum es sich lohnt, in dieser Gruppe zu bleiben.
Auch drei Beiträge hintereinander über Produkte oder eine Preisaktion als Begrüßung vermitteln nicht den Eindruck, den wir am Anfang schaffen möchten.
Die ersten Beiträge sollten zur Gruppe passen
Wenn Name und Beschreibung ein bestimmtes Thema versprechen, die ersten Beiträge aber über völlig andere Dinge sprechen, entsteht kein klares Gesamtbild.
Das gilt für Menschen und auch für die thematische Einordnung durch Facebooks Systeme.
Verwenden Sie deshalb die natürliche Sprache des Themas. Sprechen Sie über die Fragen, Erfahrungen und Probleme, die wirklich dazu gehören.
Fragen Sie nur das, was für diese Gruppe wirklich wichtig ist
Bevor die ersten Menschen kommen, prüfen Sie auch Ihre Aufnahmefragen.
Drei kurze Fragen können am Anfang ein guter Filter sein. Sie helfen Ihnen, das Interesse eines neuen Menschen besser einzuordnen und unerwünschten Spam schneller zu erkennen.
Fragen Sie nicht automatisch nach Beruf, Einkommen oder E-Mail-Adresse, nur weil diese Informationen irgendwann vielleicht interessant wären.
„Was interessiert Sie an diesem Thema besonders?“
„Welche Frage beschäftigt Sie dazu gerade?“
„Was wünschen Sie sich von dieser Gruppe?“
Die Antworten können Ihnen später sogar bei der Planung Ihrer Inhalte helfen.
Fünf klare Regeln geben Orientierung
Andere Erfahrungen und Meinungen dürfen diskutiert werden. Persönliche Angriffe gehören nicht dazu.
Links und Angebote müssen zum Thema und zu den Regeln der Gruppe passen.
Persönliche Erfahrungen dürfen geteilt werden, werden aber nicht als medizinische Diagnose oder garantierte Wirkung dargestellt.
Informationen über andere Menschen werden nicht ohne deren Zustimmung weitergegeben.
Wenn jemand ein wirtschaftliches Interesse an einer Empfehlung hat, sollte das erkennbar sein. Für Network Marketing ist diese Transparenz besonders wichtig.
Die Regeln sollen schützen und Orientierung geben.
Sie sollen nicht den Eindruck vermitteln, dass beim kleinsten falschen Wort sofort die Gruppenpolizei kommt. 😉
Jetzt darf Facebook ein wenig mitarbeiten
Prüfen Sie, welche Aufgaben Admin Assist in Ihrer Gruppe übernehmen kann.
Für den Start können besonders zwei Arten von Regeln hilfreich sein.
Wenn ein Beitrag einen externen Link enthält, kann er zunächst zur Prüfung gesendet werden. Das hilft, ungefragte Fremdwerbung schneller zu erkennen.
Beiträge mit Formulierungen wie „garantiert heilen“, „sicher 10 kg abnehmen“ oder „werde reich“ können zur Prüfung gesendet werden, sofern Ihre verfügbaren Admin-Assist-Funktionen eine entsprechende Regel ermöglichen.
Eine automatische Regel kann Kontext nicht immer so beurteilen wie ein Mensch. Deshalb automatisieren Sie nur Regeln, deren Folgen Sie verstehen.
Jetzt lassen Sie die Gruppe 24 Stunden stehen
Wenn die Gruppe eingerichtet ist und die ersten Inhalte veröffentlicht sind, müssen Sie nicht in derselben Minute anfangen, Menschen einzuladen.
Arbeiten Sie mit einer praktischen Regel: 24 Stunden Pause.
Damit geben Sie Facebooks Systemen Zeit, die neue Gruppe und ihre ersten Inhalte thematisch zu erfassen und einzuordnen. Gleichzeitig nutzen Sie diese Zeit für Ihren eigenen letzten Qualitätscheck.
Kommen Sie am nächsten Tag noch einmal als Besucher zurück
Nicht als Administrator, der genau weiß, warum alles dort steht.
Sondern als Mensch, der diese Gruppe gerade entdeckt hat.
Bevor Sie mit Lektion 6 beginnen
Jetzt ist Ihre Gruppe bereit für ihre ersten Menschen
Ihre Gruppe ist nicht mehr nur technisch vorhanden. Sie hat ein Gesicht. Sie hat erste Inhalte. Sie zeigt, worum es geht.
Sie gibt bereits etwas und öffnet gleichzeitig die Tür für ein echtes Gespräch.
In der nächsten Lektion geht es darum, wie die ersten Menschen in die Gruppe kommen und wie daraus nach und nach eine lebendige Gruppe entsteht.
