Ein Kontakt endet nicht, wenn kein Interesse am Business besteht
Ein Mensch sagt „Nein“ zum Business. Das bedeutet nicht automatisch „Nein“ zu uns, zu unseren Beiträgen oder zu einem ganz normalen Kontakt.
Ein Kontakt kann weiterbestehen, ohne dass wir ihn ständig „weiterführen“
Wenn wir auf Facebook neue Kontakte knüpfen, kann der Prozess schnell wie eine gerade Linie aussehen.
Nur funktioniert Facebook nicht wie eine gerade Linie.
Menschen tauchen immer wieder in unserer Umgebung auf. Wir sehen ihre Beiträge. Sie sehen unsere. Wir begegnen uns erneut in Kommentaren. Facebook zeigt uns gemeinsame Themen und gemeinsame Bekannte.
Manchmal schreiben wir uns monatelang überhaupt nicht privat und wissen trotzdem ungefähr, was im Leben des anderen passiert.
Deshalb bedeutet ein „Nein“ zum Business auch nicht, dass wir nun etwas Besonderes mit diesem Menschen tun müssen.
Wenn es für beide Seiten natürlich ist, bleibt er einfach Teil unserer sozialen Umgebung.
Wir müssen nicht aus dem Facebook-Leben des Menschen verschwinden
Stellen Sie sich vor, Sie haben einige Wochen mit jemandem ganz normal kommuniziert.
Sie haben auf Beiträge reagiert, sich gegenseitig kommentiert und irgendwann auch privat geschrieben.
Später kommt das Gespräch auf das Business. Der Mensch sagt, dass es ihn nicht interessiert.
Wenn wir ab dem nächsten Tag auf nichts mehr reagieren, nie wieder kommentieren und praktisch verschwinden, kann eine ziemlich deutliche Botschaft entstehen:
Das bedeutet natürlich nicht, dass wir jetzt absichtlich weiter jeden Beitrag liken müssen, nur um das Gegenteil zu beweisen.
Das wäre dieselbe künstliche Strategie, nur in einer anderen Verpackung. 😄
Wir machen einfach so weiter, wie wir es vermutlich auch getan hätten, wenn das Business-Gespräch nie stattgefunden hätte.
Wenn uns etwas wirklich interessiert, reagieren wir. Wenn wir etwas zu einem Beitrag sagen möchten, kommentieren wir. Wenn nicht, scrollen wir weiter.
Wir brauchen keinen besonderen Modus namens „Kontaktpflege“.
1. Bin ich nach dem „Nein“ verschwunden?
Facebook gibt Beziehungen die Möglichkeit, ganz natürlich weiterzugehen
Genau hier liegt ein großer Unterschied zwischen einem Facebook-Kontakt und einer Telefonnummer in einer Liste.
Bei einer Telefonnummer verschwindet die Verbindung praktisch, wenn niemand mehr anruft.
Auf Facebook ist das anders.
Der Mensch sieht einen Ihrer Beiträge.
Er kommentiert etwas bei Ihnen.
Sie erinnern sich an ein früheres Gespräch.
Sie begegnen sich wieder unter einem Beitrag.
Die Beziehung kann weiterbestehen, ohne dass ständig private Nachrichten ausgetauscht werden.
Deshalb müssen wir auch keine künstlichen Gründe für eine Messenger-Nachricht erfinden, nur damit der Kontakt nicht „kalt wird“.
Wir müssen ihn nicht regelmäßig aufwärmen.
Wenn wir uns kennen und miteinander verbunden geblieben sind, gibt Facebook uns immer wieder Möglichkeiten, uns ganz natürlich erneut zu begegnen.
Ihr Profil führt das Gespräch weiter, auch wenn Sie gerade nichts sagen
Damit kommen wir zurück zu etwas, das uns schon seit den ersten Untermodulen begleitet.
Ihr Profil arbeitet zwischen den einzelnen Gesprächen weiter.
Genau deshalb war es so wichtig, einen persönlichen Auftritt aufzubauen, in dem das Business sichtbar ist, aber nicht das Einzige bleibt, was Menschen von uns sehen.
Wenn unser Profil natürlich zeigt, womit wir uns beschäftigen, müssen wir nicht regelmäßig im Messenger auftauchen mit:
...wenn der eigentliche Gedanke dahinter lautet:
Der Mensch kann selbst wieder auf das Thema zurückkommen.
Verwenden Sie seine Reaktionen nicht automatisch als neues Interessenssignal
Das ist besonders wichtig, wenn bereits ein Business-Gespräch stattgefunden hat.
Nehmen wir an, der Mensch hat schon einmal „Nein“ gesagt.
Einen Monat später gefällt ihm ein Beitrag von Ihnen über das Business.
Vielleicht hat ihm einfach der Beitrag gefallen.
Wenn wir nach jeder Reaktion sofort in den Messenger gehen mit „Ich habe gesehen, dass du meinen Beitrag geliked hast ...“, bringen wir dem Menschen ziemlich schnell etwas bei:
Und genau dann verlieren wir das freie, natürliche Miteinander, das wir eigentlich auf Facebook haben möchten.
Wenn der Mensch eine Frage hat, kann er sie stellen. Wenn er etwas Konkretes kommentiert, können wir darauf antworten. Wenn er selbst das alte Thema wieder öffnet, wunderbar.
Aber eine Reaktion hebt sein vorheriges „Nein“ nicht automatisch auf.
2. Mache ich aus einem Like einen neuen Anlass?
Machen Sie aus Kommentaren kein verstecktes Follow-up
Dasselbe gilt für Kommentare unter den Beiträgen des anderen.
Wenn wir vorher ganz normal kommentiert haben, können wir das weiterhin tun.
Aber wir müssen nicht plötzlich unter jedem Beitrag auftauchen, damit der Mensch uns bloß nicht vergisst.
Und besonders sollten wir Kommentare nicht als Umweg zurück zu unserem alten Angebot benutzen.
Wir wissen ziemlich genau, was wir da machen. Und der andere wahrscheinlich auch. 😂
Ein Kommentar sollte zum Beitrag passen, nicht zu unserem alten Business-Ziel.
Wir müssen Menschen nicht ständig „warmhalten“
Im Network Marketing sprechen wir häufig von warmen und kalten Kontakten, Follow-up und Kontaktpflege.
Für die Organisation eines Business können einige dieser Begriffe durchaus ihren Platz haben.
In sozialen Medien sollten wir jedoch aufpassen, dass aus normaler Online-Kommunikation kein System zum ständigen „Aufwärmen“ von Menschen wird.
Beiträge, Kommentare, gemeinsame Kontakte und gemeinsame Themen schaffen neue Berührungspunkte.
Immer mit dem Gedanken, dass er irgendwann doch Interesse zeigen soll.
Inhalte können ein Gespräch Monate später wieder öffnen
Das ist einer der Gründe, warum Inhalte für unsere Arbeit auf Facebook so wichtig sind.
Jemand kann vor sechs Monaten mit uns gesprochen und damals kein Interesse gehabt haben.
Das ist etwas völlig anderes als die regelmäßige Nachricht:
Inhalte geben dem Menschen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann ein Thema für ihn relevant geworden ist.
Und genau hier verbinden sich die bisherigen Untermodule miteinander.
Das persönliche Profil, unsere Themen, Relevanz, die Art, wie wir unser Business zeigen, Kommentare und Gespräche sind keine voneinander getrennten Techniken.
Sie arbeiten zusammen.
Nicht jeder Facebook-Kontakt muss irgendwann im Messenger landen
Nach diesem Untermodul wird vielleicht noch etwas deutlicher.
Es gibt Menschen, die jahrelang Teil unserer Facebook-Umgebung sein können, obwohl wir uns privat kaum schreiben.
Beide wissen ungefähr, was beim anderen passiert.
Es gibt Kontakt, ohne dass daraus ein privates Gespräch werden muss.
Der Name ist nicht mehr fremd. Man weiß ungefähr, womit der andere sich beschäftigt.
Auch das ist ein Kontakt.
Wir müssen ihn nicht regelmäßig „aktivieren“.
Und genau solche Menschen schreiben manchmal irgendwann selbst:
Und manchmal schreiben sie nie.
Auch das ist völlig normal.
Schauen Sie sich Ihr eigenes Verhalten auf Facebook an
Zum Abschluss dieses Untermoduls suchen wir keine neuen Kontakte.
Wir schauen uns an, was mit den Menschen passiert ist, die bereits da sind.
Wählen Sie einige Menschen aus, mit denen Sie in den vergangenen Monaten über ein Produkt oder das Business gesprochen haben, ohne dass daraus ein Kunde oder Partner geworden ist.
Öffnen Sie nicht nur den Messenger, sondern auch ihre Profile.
Schauen Sie zurück. Wie haben Sie vor dem Business-Gespräch miteinander kommuniziert? Und was ist danach passiert?
Gab es vorher natürliche Reaktionen und Kommentare, die nach dem „Nein“ plötzlich aufgehört haben? Oder ging der Kontakt ungefähr so weiter wie vorher?
Schauen Sie sich Ihre späteren Nachrichten an.
Haben Sie den Menschen später noch einmal angeschrieben? Wenn ja, gab es einen echten Anlass oder suchten Sie einen Weg, wieder zum Angebot zurückzukommen?
Prüfen Sie Ihre Reaktion auf spätere Likes.
Wenn dieser Mensch später einen Business-Beitrag von Ihnen geliked hat, durfte dieses Like einfach ein Like bleiben? Oder wurde es sofort zu einem neuen Grund, ihm zu schreiben?
Denken Sie auch an Kontakte, aus denen nie Business entstanden ist.
Gibt es Menschen, mit denen Sie über Jahre ganz normal verbunden geblieben sind, obwohl sie weder Kunde noch Partner geworden sind?
Gerade der Vergleich zwischen diesen Kontakten kann sehr viel zeigen.
Was sieht ein Mensch drei Monate nach seinem „Nein“?
Stellen Sie sich einen Menschen vor, der Ihnen vor drei Monaten gesagt hat, dass ihn das Business nicht interessiert.
Er ist aber weiterhin mit Ihnen auf Facebook verbunden.
3. Was sieht er drei Monate nach seinem „Nein“ in meinem Profil?
Ein gutes Netzwerk besteht nicht nur aus Kunden und Partnern
Rund um ein persönliches Profil gibt es ganz unterschiedliche Menschen.
Manche Beziehungen sind enger. Andere bestehen fast ausschließlich aus Beiträgen und Kommentaren.
Genau das macht ein Profil sozial.
Schauen Sie nicht nur darauf, wie viele neue Menschen dazukommen
Wenn Sie Ihre Facebook-Kontakte betrachten, fragen Sie sich nicht nur:
Viel interessanter ist die Frage, welche Umgebung Sie rund um Ihr Profil aufbauen.
Können Menschen mit Ihnen kommunizieren, ohne dass jede ihrer Reaktionen als Schritt in Richtung Business interpretiert wird?
Und wenn jemand „Nein“ sagt, bleibt dann Raum dafür, dass dieser Mensch einfach weiterhin Teil Ihrer sozialen Umgebung sein kann?
Genau das ist Social Media Strategie: nicht möglichst viele Facebook-Freunde in Kunden zu verwandeln, sondern ein Profil und eine Umgebung aufzubauen, in der Menschen uns kennen, mit uns sprechen, wissen, womit wir uns beschäftigen und selbst den nächsten Schritt machen können, wenn das Thema für sie interessant wird.
Damit schließen wir dieses Untermodul ab
Wir haben mit einer einfachen Frage begonnen:
Wo beginnt ein Gespräch eigentlich?
Nach sieben Lektionen ist die Antwort deutlich größer als eine Nachricht im Messenger.
Ein Gespräch beginnt oft lange vor dem Messenger. Und manchmal geht die Verbindung noch lange danach weiter.
