Links, geteilte Inhalte und kleine Entscheidungen mit Wirkung
Manchmal liegt der Unterschied zwischen zwei Beiträgen nicht im Thema, im Text oder im Bild.
Auch kleine Entscheidungen rund um das Veröffentlichen können verändern, wie Menschen einen Beitrag wahrnehmen und was sie danach tun.
Manchmal unterscheiden sich zwei Beiträge weder beim Thema noch beim Text oder beim Bild.
Der Unterschied steckt in einer kleinen Entscheidung.
Wo haben wir den Link platziert? Haben wir einen eigenen Beitrag erstellt oder einfach einen fremden geteilt? Schicken wir Menschen bereits im Beitrag direkt auf eine andere Plattform?
Solche Details können das Ergebnis beeinflussen.
Bei externen Links lohnt sich ein anderer Aufbau
Wenn ein Link zu einer externen Seite führt, also zum Beispiel zu einer Website, einem Blog, einem Shop, YouTube oder einer Registrierungsseite, können wir den Facebook Beitrag zunächst als eigenständigen Inhalt aufbauen.
Den eigentlichen Link können wir anschließend im ersten Kommentar ergänzen.
Der Beitrag sollte zuerst für sich selbst funktionieren. Der Link ist dann der nächste Schritt für Menschen, die mehr wissen möchten.
Dadurch sieht der Leser nicht einfach nur einen Ausgang zu einer anderen Seite.
Er bekommt zuerst einen Gedanken, eine Geschichte oder eine Information direkt auf Facebook.
Danach kann er selbst entscheiden, ob er weitergehen möchte.
„Mehr hier“ ist noch kein Grund zu klicken
Hier wird häufig ein zweiter Fehler gemacht.
„Mehr dazu hier 👇“
Wenn ein Mensch noch gar nicht weiß, warum das Thema für ihn interessant sein könnte, hat er wenig Grund, nach einem Link zu suchen.
Wenn wir einen Artikel teilen möchten, können wir erzählen, was uns daran aufgefallen ist.
Wenn wir zu einer Seite mit weiteren Informationen führen möchten, sollte der Beitrag erklären, warum sich ein Besuch dort überhaupt lohnt.
Wenn es um ein längeres Video geht, können wir bereits auf Facebook einen Teil des Themas aufgreifen.
Der Link darf ganz normal erklärt werden
Dafür brauchen wir keine komplizierte Technik.
Wir veröffentlichen zunächst unseren normalen Beitrag.
Danach ergänzen wir einen eigenen Kommentar mit dem externen Link.
Das kann auch der eigene Kommentar sein, über den wir bereits in Lektion 5 gesprochen haben.
Wenn wir noch eine kurze Ergänzung und gleichzeitig den Link haben, können wir beides ganz natürlich verbinden.
Auch YouTube ist für Facebook eine externe Plattform
Das vergisst man leicht, weil YouTube Links seit Jahren auf Facebook geteilt werden.
Wir veröffentlichen ein neues Video, kopieren den Link, Facebook zeigt eine Vorschau und wir klicken auf „Veröffentlichen“.
Der Klick führt den Menschen trotzdem weg von Facebook.
Text, Foto oder kurzer Ausschnitt
Eine praktische Möglichkeit ist deshalb, das Thema zuerst direkt auf Facebook zu erzählen.
Vielleicht mit einem kurzen Text, einem Bild, einem eigenen kurzen Video oder einem Ausschnitt aus dem längeren Video.
Der Link zur vollständigen Version kann danach im ersten Kommentar stehen.
Wenn Sie das Video direkt hochladen können, ist das oft die praktischere Lösung
Einen Link zu einem Video auf einer anderen Plattform zu teilen ist etwas anderes, als das Video direkt auf Facebook hochzuladen.
Bei einem direkt hochgeladenen Video kann der Mensch den Inhalt ansehen, ohne Facebook zu verlassen.
Auch Reaktionen, Kommentare und Gespräche bleiben direkt bei diesem Beitrag.
Wenn das vollständige Video sehr lang ist und auf einer anderen Plattform liegt, können Sie auch nur einen kurzen Ausschnitt direkt auf Facebook hochladen.
Im ersten Kommentar kann dann der Link zur vollständigen Version folgen.
Verwenden Sie möglichst die saubere Originaldatei
Wir erstellen ein Video zum Beispiel für TikTok, laden es anschließend herunter und veröffentlichen dieselbe Datei auf Facebook.
Technisch ist das Video nun zwar direkt auf Facebook hochgeladen. Auf dem Bild bleibt aber möglicherweise das Wasserzeichen der anderen Plattform sichtbar.
Das gilt nicht nur für TikTok.
Wenn ein Video ein sichtbares Wasserzeichen, einen Plattformnamen oder einen anderen Hinweis auf eine externe Plattform trägt, ist die saubere Originaldatei die bessere Wahl.
Teilen und eigener Beitrag sind zwei unterschiedliche Entscheidungen
Manchmal sehen wir einen sehr guten Beitrag und die einfachste Lösung ist: „Teilen“.
Und manchmal ist genau das richtig.
Wenn wir möchten, dass Menschen den Originalautor, den Originalbeitrag oder die dortige Diskussion sehen, ist Teilen vollkommen sinnvoll.
Wenn das Thema aber für unsere eigene Arbeit wichtig ist, können wir auch überlegen, ob ein eigener Beitrag mehr Sinn ergibt.
Gut, wenn genau dieser Autor, Beitrag oder die Diskussion im Mittelpunkt stehen soll.
Dann können Sie die Information aufgreifen und erklären, warum sie für Sie relevant ist.
Dafür brauchen wir keinen halben eigenen Artikel.
Zwei oder drei echte Sätze können völlig ausreichen.
Nicht einfach erneut teilen und fertig
Facebook erinnert uns regelmäßig an Beiträge, die wir vor einem, zwei, fünf oder noch mehr Jahren am selben Datum veröffentlicht haben.
Natürlich können wir diese Funktion nutzen.
Interessanter wird die Erinnerung aber, wenn wir auch etwas aus unserer heutigen Sicht hinzufügen.
So bekommt ein alter Beitrag einen neuen Zusammenhang, statt nur mechanisch wiederholt zu werden.
Das ist auch im normalen Leben völlig selbstverständlich.
Wenn wir jemandem ein altes Foto zeigen, reichen wir es normalerweise auch nicht schweigend hin.
Wir erzählen etwas dazu.
Derselbe Beitrag in vielen Gruppen kann schnell wie Massenverteilung wirken
Wir haben einen guten Beitrag und möchten, dass mehr Menschen ihn sehen.
Also veröffentlichen wir denselben Inhalt innerhalb kurzer Zeit in vielen Gruppen.
Wenn der Text gleich ist, der Beitrag gleich aussieht und alles fast gleichzeitig passiert, wirkt das schnell wie reine Verteilung.
Sinnvoller ist es, Gruppen auszuwählen, in denen das Thema wirklich hineinpasst.
Und dort sollten wir als normaler Teil der Community auftreten, nicht nur als jemand, der einen Beitrag verteilt.
Wenn dasselbe Thema in mehreren Gruppen passt, kann auch die Einleitung an den jeweiligen Gesprächszusammenhang angepasst werden.
Viele Links machen einen Beitrag nicht automatisch hilfreicher
Manchmal möchten wir besonders hilfreich sein und setzen deshalb alles in einen Beitrag.
Der Leser weiß am Ende oft gar nicht mehr, wohin er eigentlich gehen soll.
Wenn wir ein Hauptziel haben, reicht normalerweise ein Hauptlink.
Weitere Informationen können später folgen, zum Beispiel im Gespräch oder auf der Seite, auf die wir bereits geführt haben.
Eine klare Richtung ist oft hilfreicher als fünf mögliche nächste Schritte.
Der beste Beitrag hilft wenig, wenn der Link danach ins Leere führt
Das klingt selbstverständlich. Trotzdem lohnt sich die Kontrolle.
Manchmal hat der Facebook Beitrag seine Aufgabe perfekt erfüllt.
Der Mensch ist interessiert, klickt auf den Link und genau dort verlieren wir ihn.
Nicht ständig den gesamten Beitrag umbauen
Einen Tippfehler können wir natürlich korrigieren.
Wenn wir nach dem Veröffentlichen aber ganze Absätze, Bilder, Aussagen und die komplette Struktur verändern, haben wir wahrscheinlich einfach zu früh veröffentlicht.
Text noch einmal lesen
Bild prüfen
Link platzieren
dann veröffentlichen
Beobachten Sie, was bei Ihren Menschen funktioniert
Wir können viele Tipps über Facebook lesen.
Am Ende arbeiten wir aber mit unserem eigenen Profil und unseren eigenen Menschen.
Wenn Sie externe Seiten nutzen, können Sie beobachten, wie sich Beiträge entwickeln, wenn der Link im ersten Kommentar steht.
Bei Videos können Sie vergleichen, was passiert, wenn Sie einen kurzen Teil direkt auf Facebook hochladen und erst danach zur vollständigen Version weiterführen.
Mit der Zeit erkennen Sie eigene Muster.
Wir müssen nicht jeden Beitrag in ein Experiment verwandeln. Es reicht, aufmerksam zu beobachten, was bei unseren Menschen funktioniert.
Wenn wir einen Link oder fremden Inhalt haben, aber einen eigenen Beitrag möchten
Meta AI oder ChatGPT können hier helfen, aus einer externen Quelle einen eigenen Facebook Gedanken zu entwickeln.
Wichtig bleibt: Nicht einfach den fremden Inhalt neu formulieren lassen.
Kleine Entscheidungen rund um den Beitrag
Geben Sie bereits auf Facebook einen Grund, warum das Thema interessant ist.
Schreiben Sie dazu, was der Mensch nach dem Klick findet.
Veröffentlichen Sie nicht einfach eine heruntergeladene Version mit sichtbarem Wasserzeichen einer anderen Plattform.
Ein kurzer eigener Gedanke zeigt bereits, warum dieser Inhalt auf Ihrem Profil erscheint.
Erzählen Sie, wie Sie den alten Beitrag heute sehen.
Besonders auf dem Smartphone. Der Mensch sollte nach dem Klick sofort verstehen, wo er gelandet ist.
Als Nächstes schauen wir uns eine weitere praktische Frage an, zu der es sehr viele widersprüchliche Empfehlungen gibt: Wie oft und wann sollten wir veröffentlichen?
Wir sprechen auch darüber, warum zwei gute Beiträge, die sehr nah hintereinander erscheinen, sich gegenseitig Aufmerksamkeit wegnehmen können und warum es nicht die eine Uhrzeit gibt, die für jedes Profil funktioniert.
